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Wenig Lärm um viel

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LUXEMBURG - Ruhig und gelassen präsentierte Noch-Direktor des Hauses Matthias Naske am Montag das Programm der Saison 2013/2014.

Ruhig und gelassen kann er auch sein, steht das letzte unter seiner Verantwortung stehende Programm der Philharmonie und des OPL denen der vergangenen Jahre in nichts nach.

Philharmonie

1, Place de l’Europe
L-1499 Luxembourg

Tickets und Info:

Tel. (+352) 26 32 26 32
[email protected]
www.philharmonie.lu

Weltklasse-Orchester, renommierte Solisten, Pioniere aus der World-Musik sowie dem Jazz und ein ambitioniertes Jugendprogramm werden für ein Jahr voller musikalischer Abenteuer sorgen.
Bereits Ende August wird das Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von Daniele Gatti die neue Saison eröffnen. Und auch sonst lesen sich die eingeladenen Orchester samt ihrer Dirigenten und Solisten wieder wie ein „Name-Dropping“ der Extraklasse: Das Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst, das London Philharmonic Orchestra mit Vladimir Jurowski, das Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti, das San Francisco Symphony mit Michael Tilson Thomas und die Berliner Philharmoniker – ihr erster, lang ersehnter Auftritt in Luxemburg – unter Sir Simon Rattle.

Auch die vorangetriebene Verzahnung von OPL und Philharmonie zeigt sich bereits bei einem kurzen Blick ins Programmheft: Nicht nur in den klassischen Reihen, wie „Les grands rendez-vous“, „Aventure+“, „Matinée“ und „OPL-Dating“, sondern auch bei den Festkonzerten (Weihnachtskonzert, Neujahrskonzert, Osterkonzert und Sommerkonzert) ist die Bühne frei für das Philharmonische Orchester aus Luxemburg.

„Momente des Glücks“

Alle Beteiligten zeigten sich sichtlich bemüht, die viel kritisierte, da Veränderungen bringende Fusion zwischen OPL und Philharmonie im besten Licht erscheinen zu lassen. Auf die Zwischenfrage eines Journalistenkollegen, ob durch die Zusammenlegung nicht auch Probleme entstanden seien, antwortete Naske ehrlich, aber diplomatisch: „Das Schöne an unserem Metier ist, dass es nie vollendet ist. Man ist nie zufrieden, es gibt nur Momente des Glücks.“ Und auf das Nachhaken sagte er weiter: „OPL und Philharmonie teilen ein Schicksal – wenn es nicht klappt, sind alle zusammen schuld.“ Doch schaut man positiv in die Zukunft, zumal Matthias Gehmacher als erfahrener Orchestermanager sicherlich ab Herbst noch einige neue Impulse geben wird.

Die Philharmonie ist längst nicht nur Klassik. Im Bereich der World-Musik lädt sie in diesem Jahr wieder zu einer spannenden Reise rund um den Erdball ein: Von der Mongolei bis Mali, von Kuba nach Kanada, aus der Sahara und vom Balkan kommen musikalische Botschafter wie Goran Bregovic, John McLaughlin, Zakir Hussain oder auch Mariza angereist, um in der Philharmonie zu spielen und zu singen. Nicht zu vergessen ist auch das hochwertige Kinderprogramm mit seinen altersspezifischen Reihen. 144 Konzerte für das junge Publikum stehen auf dem Programm. Und der Platz reicht leider nicht, sie alle zu nennen.

Ein Blick ins Programmheft oder auf die Homepage lohnt sich allemal. Zumal der Kartenvorverkauf bereits eröffnet ist.