Samstag31. Januar 2026

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Struktur vor dem Aus

Struktur vor dem Aus
(Tageblatt-Archiv)

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Das Klima bei der (nicht-öffentlichen) Krisensitzung des „Objectif plein emploi“ am Donnerstagabend verlief in wenig erbaulicher Atmosphäre.

Die Vorschläge des OPE, die am Donnerstag offensichtlich nicht mehr jenen entsprachen, die mit einer kleinen Verhandlungsgruppe der Vertreter verschiedener lokaler Einrichtungen (CIGL) abgesprochen waren, schockierten die anwesenden Gemeindevertreter in einem Maße, dass sie zu einem gegebenen Moment die OPE-Vertreter baten, den Saal zu verlassen und sich untereinander erst einmal konzertierten.

Eigentlich wollte man eine neue schlankere Struktur schaffen; allerdings legten die OPE-Vertreter ein neues Konzept vor, das zwei Strukturen vorsah mit allen bisherigen Direktionsvertretern.

«Not amused»

Hierüber waren die Gemeindevertreter nicht „amused“, zumal die Verhandlungen mit den Gewerkschaften vor Monaten u.a. an den hohen Löhnen der Direktion scheiterten. Ein Vorschlag, diese auf den dreifachen Mindestlohn zu beschränken, wurde nicht angenommen: Dies führte u.a dazu, dass ein Sozialplan die Entlassung von 50 Mitarbeitern vorsah.

Auch soll der OPE-Vorstand keine konkreten Antworten zu der aktuellen Schuldenlage geben können, verlangte dafür aber von den lokalen Strukturen, sie sollten die Schulden an das Ministerium zurückzahlen, da sie die staatlichen Gelder erhalten hätten.

Hohe Schulden

Das Beschäftigungsministerium verweist auf 4,5 Millionen Euro, die zu viel gezahlt worden seien. Die Escher Gemeinde verlangt 600.000 Euro vom OPE, die von der lokalen Escher Struktur erwirtschaftet und auf ein OPE-Konto eingezahlt wurden (dies wird ein juristisches Nachspiel haben). Auch stehen 1,5 Millionen strukturelle Schulden im Raum …

Weiter haben die leitenden Köpfe des OPE offensichtlich ihre Zukunftspläne gemacht, ohne die Tatsache zu berücksichtigen, dass bereits mehrere CIGLs aus dem Netz ausgetreten sind.
Da die am Donnerstag anwesenden Präsidenten und Vertreter von CIGLs prinzipiell vom Nutzen der Solidarwirtschaft überzeugt sind, versuchen sie nun besonders den kleineren Einheiten, unformalistisch zu helfen; dies in Erwartung einer neuen Struktur, die wohl gegründet werden wird.

Alternative gesucht

Dazu will eine Verhandlungsdelegation der CIGL, die sich aus Politikern verschiedener Farbe zusammensetzt, u.a. mit den zuständigen Ministern reden, um eine Lösung zu finden.

Das „Objectif plein emploi“ wird in seiner jetzigen Form kaum Bestand haben: Dafür sind die Positionen der Antagonisten voneinander scheinbar zu weit entfernt. Am Abend räumte „administrateur délégué“, Romain Binsfeld denn auch ein, die Struktur sei wohl am Ende.