Donnerstag22. Januar 2026

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Neue Großdemo gegen Homo-Ehe

Neue Großdemo gegen Homo-Ehe
(AFP)

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Kurz vor der endgültigen Verabschiedung der Homo-Ehe im französischen Parlament gehen die Gegner des Projekts am Sonntag noch einmal massiv auf die Straße. Die Opposition will vor das Verfassungsgericht gehen.

Die konservative Opposition, die rechtsextreme Front National und andere Gruppen wollen an der «Demonstration für
alle» in der Pariser Innenstadt teilnehmen. In den vergangenen Tagen war es bei Demonstrationen von Homo-Ehe-Gegnern mehrfach zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

In der Nationalversammlung war das Ende der Debatte in der Nacht zum Freitag fast in eine Schlägerei ausgeartet. Der Gesetzentwurf der sozialistischen Regierung zur Homo-Ehe soll am Dienstag endgültig in der Nationalversammlung verabschiedet werden.

Gang vor Verfassungsgericht

Die französische Opposition will ihren Kampf gegen Ehe und Adoptionsrecht für homosexuelle Paare vor das Verfassungsgericht des Landes bringen. Das kündigte die konservative UMP am Freitag in Paris an. Zuvor hatte das Parlament mit einer von tumultartigen Szenen unterbrochenen Schlussdebatte die zweite Lesung zur Homo-Ehe beendet. Während der nächtlichen Sitzung warfen sich regierende Sozialisten und konservative Opposition gegenseitig vor, für die Radikalisierung des Protestes verantwortlich zu sein.

Die letzte Abstimmung am 23. April gilt als Formsache. Die Nationalversammlung hat das Gesetz bereits beschlossen, zuletzt gab der Senat als zweite Kammer des Parlaments prinzipiell grünes Licht. Die zweite Lesung in der Nationalversammlung war wegen einiger Änderungen durch den Senat notwendig geworden.

Mit dem Gesetz werden Schwule und Lesben heterosexuellen Paaren gleichgestellt. Sie dürfen künftig heiraten und Kinder adoptieren.