Im Dunstschleier des Nato-Manövers Ösling84 trainierten auch US-Spezialeinheiten mit «Stay Behind-Partisanen» den Ernstfall. Vergangene Woche nutzte Anwalt Gaston Vogel ein Foto von dieser Militärübung vor Gericht. Angeblich sollen auf dem Bild zwei Agenten des luxemburgischen Geheimdienstes zu sehen sein. Auch Namen anderer Soldaten wurden im Laufe der vergangenen Tage genannt. Es hagelte Dementis vom Herrenberg und aus Regierungskreisen.
Die Wochenzeitung «Le Jeudi» hatte bereits 2008 zum ersten Mal das Foto veröffentlicht. Jetzt ist eine Farbaufnahme aufgetaucht. Auf der sind US-Soldaten der 10th Special Forces Group mit luxemburgischen Soldaten zu sehen. Das Foto enstand auf einem Bauernhof in Wahl.
Sabotage
Die «Green Berets» der US-Army, benannt nach ihrem grünen Barett, waren im Kriegsfall für Europa und die Ostblockstaaten zuständig. Die Hauptquartier lag in den USA, ihr «Frontquartier» damals im bayerischen Bad Tölz in der Flint-Kaserne.
Sie mußte mindestens eine slawische Sprache beherrschen und übten den Kampf hinter den feindlichen Linien. So gehörte auch die Übung «Ösling84» oder auch «Flintlock84» genannt, zu ihrer Spielwiese. Man übte gemeinsam mit den Luxemburgern Infiltration, Exfiltration, Informationsgewinnung und Einführung in Sabotageakte.
Wer die Luxemburger Soldaten sind und was sie mit den US-Kameraden übten, lesen Sie am Donnerstag (2. Mai) in der Wochenzeitung «Le Jeudi».
Zu Demaart
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