Cristina solle auch «derzeit» nicht verhört werden, entschied ein Gericht in Palma de Mallorca am Dienstag. Nach Ansicht des Gerichts liegen keine Indizien gegen Cristina vor. Die 47-Jährige stand im Visier der Ermittlungsbehörden, weil sie Medienberichten zufolge von der Veruntreuung öffentlicher Mittel in Millionenhöhe durch Urdangarin
gewusst haben soll.
Ihr Mann und sein früherer Geschäftspartner Diego Torres sollen über eine gemeinnützige Stiftung Gelder der Regionalregierungen auf den Balearen und in Valencia veruntreut und Steuern hinterzogen haben. Cristina hatte eigentlich bereits im April als «Verdächtige» vor Gericht erscheinen sollen. Die Vernehmung
wurde aber verschoben.
Kritik an der spanischen Monarchie
Die Tochter von Juan Carlos und Königin Sofia wäre das erste Mitglied der Königsfamilie, das sich jemals wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens vor der Justiz erklären muss. In der Bevölkerung verlor die spanische Königsfamilie durch immer neue Affären zuletzt deutlich an Ansehen.
Juan Carlos selbst zog sich etwa den Unmut seiner Untertanen zu, als er im Jahr 2012 inmitten der heftigsten Wirtschaftskrise in Spaniens Geschichte für eine teure Elefantensafari nach Botsuana reiste.
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