"Racing the Planet" ist eine Organisation die jedes Jahr vier Extremläufe über je 250 Kilometer anbietet. 2012 war der Luxemburger Dan Leiner rund um den Erdball dabei.
Die Rennen des Wüstenläufers Dan Leiner. Atacama-Wüste in Chile: „Das grösste Problem bei diesem ersten Lauf war sicherlich die Höhe. (Dan Leiner)
"Doch ans Aufgeben habe ich zu keinem Moment gedacht". (Scott Manthey)
"Ich muss betonen, dass ich bei keinem der vier Läufe das Gefühl hatte meine Grenzen zu überschreiten". (Scott Manthey)
"Man muss dauernd auf seinen Körper hören, nie überheblich werden und sich einzuteilen wissen". (Scott Manthey)
Resultat: 67/161 (Scott Manthey)
Eiswüste Antarktis: "Schon die Anreise, knapp 3 Wochen nach dem Lauf in der Sahara, war das reinste Abenteuer. Nach dem Flug über London und Buenos Aires nach Ushuaia erreichten wir die Antarktis nach 3 Schiffstagen, wobei die meisten Teilnehmer an den beiden ersten Tagen seekrank waren" (Scott Manthey)
"Zum Glück waren die Temperaturen zwischen -10 und -15 noch recht angenehm. Die Besonderheit bei diesem Lauf war dass wir nur Pinguinen begegneten und diese dann auch noch Vorfahrt genossen, wenn sie unsere Strecke kreuzten". Resultat 9/51 (Scott Manthey)
Fast den ganzen Lauf über befanden wir uns auf einer Höhe von über 3.800m und das war schon an den beiden ersten Tagen gewöhnungsbedürftig. (Dan Leiner)
Ich beendete das Rennen auf dem 53. Patz unter 161 Konkurrenten.“ (Dan Leiner)
Gobi-Wüste in China: "Da der ganze Weg nur aus Steinwüste bestand, war das Laufen relativ bequem". (Dan Leiner)
"Auf dem harten Untergrund haben nur das Schuhwerk und die Zehen sehr gelitten, am Ende stand ich fast ohne Zehennägel da". (Dan Leiner)
... (Dan Leiner)
"Interressant war hingegen, dass wir an einigen Dörfern vorbeikamen, was wir nutzten um mit der Bevölkerung Kontakt aufzunehmen". Resultat: 40/163 (Dan Leiner)
"Schon erstaunlich wie die Menschen in dieser Steinwüste überleben und dabei zufrieden und überaus gastfreundlich geblieben sind". Resultat: 40/163 (Dan Leiner)
Sahara-Wüste in Ägypten: "Definitiv das härteste der 4 Rennen, auch viel schwieriger als der „Marathon du sable“. 250 km nur durch tiefen Sand laufen, bei Temperaturen über 50° das war ungemein kräfteraubend". (Scott Manthey)
Der erste Lauf in Chile durch die Atacamawüste, der zweite durch die Gobiwüste in China, dann durch die Sahara in Ägypten, bevor es beim letzten durch die Eiswüste in der Antarktis ging. Jeweils 250 km über 5 Etappen verteilt, 4 Marathonläufe an vier aneinanderfolgenden Tagen und dann am fünften Tag die verbleibenden 80km. Und dies bei sengender Hitze oder klirrender Kälte und in einer Zeitspanne von März bis September.
Wer kommt denn auf solch verrückte Ideen? Nun einer dieser „Verrückten“ die sich das antun wollten war Dan Leiner. Der 53-jährige führt in Düdelingen neben einer kinesitherapeutischen auch noch eine osteopathische Praxis und ist seit jeher sportinteressiert. Begonnen hat seine Karriere im Handball beim HB Düdelingen. Neben mehreren Titeln mit seinem Verein, lief er auch über Jahre für die Nationalmannschaft auf. Nach der Handballerkarriere entwickelte er sich über den Radsport und verschiedenen Marathonläufen zum Extremsportler.
Eine Idee
Nach Läufen wie dem «Marathon des sables» oder dem «Grand Raid», einem 150 km Lauf quer über die französische Insel «La Réunion», suchte er eine neue Herausforderung. «Ich hatte schon mehrmals mit der Idee an diesem Rennen teilzunehmen geliebäugelt, konkret wurde sie aber erst als in einer geselligen Runde unter Freunden der Wunsch aufkam, die Öffentlichkeit auf die seltene Krankheit unseres Freundes Denis aufmerksam zu machen», so Dan Leiner: «Mir schien die ‚4 deserts run‘ die geeignete Verantstaltung. Wüstenläufe für den guten Zweck, das sollte es sein und so war die Idee ‚Làafen fier den i’ geboren‘.»
Dan Leiner ist der erste Luxemburger der diese vier Läufe bewältigte, ein Abenteuer das er wohl nie mehr vergessen wird und was dann auch für die Krankheit seines Freundes Denis ein Segen sein sollte. 30.000 Euro kamen bei diesen vier Läufen zusammen. «Ich war natürlich überwältigt von diesem Erfolg mit dem ich Anfangs nie gerechnet hatte», so Dan Leiner, «wir wollen dieses Werk weiterführen und haben deshalb die A.S.B.L «den i» geschaffen und wollen weitere Aktionen durchführen.
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