Durch das frühzeitige Erkennen von bösartigen Melanomen könne man viele Menschen heilen. Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo erklärte, dass im Jahr 2010 die Diagnose Hautkrebs den Prostata- und den Brustkrebs überholt hat. Dies ist einer der Gründe, weshalb eine bessere Prävention notwendig sei. Im Jahre 2010 gab es in Luxemburg rund 600 Fälle von Hautkrebs. Insgesamt zwölf Todesfälle gab es im selben Jahr hierzulande.
Hautkrebs
Tipps zur Vorbeugungo Die Kinder so gut es geht vor der Sonne schützen: mit Hut, T-Shirt und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.
o Die direkte Sonne vermeiden, wenn sie am stärksten scheint (zwischen 11 und 16 Uhr) und sich im Schatten aufhalten.
o Augen und Haut mit Sonnenbrille, Hut und T-Shirt schützen.
o Die Haut nach und nach an die Sonne gewöhnen und Sonnenbrände vermeiden. Ist die Haut nach einem Aufenthalt in der Sonne gerötet, heißt das, dass man einen Sonnenbrand hat. Dieser ist besonders schlimm, wenn die Haut auch nach zwei Tagen noch schmerzt und sich Brandblasen gebildet haben.
o Alle zwei Stunden mit Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen.
o Die Sonnenbank meiden.
„Man kann sehr vieles tun, um sich vor Hautkrebs zu schützen. Doch man muss selber agieren und darf bei der Erkennung eines Melanoms nicht denken, es wäre etwas harmloses. Das einzig Richtige, das zu tun ist, ist der Gang zum Hautarzt“, so Mars di Bartolomeo.
Wie jedes Jahr findet auch 2013 die Kampagne Euromelanoma statt. In diesem Rahmen will das Gesundheitsministerium besonders auf die Gefahren von Hautkrebs aufmerksam machen. Diesbezüglich kann man sich am 10. Juni an verschiedenen Orten kostenlos auf bösartige Melanome untersuchen lassen. Diese Besuche können auf Termin vereinbart werden und finden in Luxemburg, Esch, Grevenmacher und Ettelbrück statt. Unter der Telefonnummer 22 01 22 der „Ligue médico-sociale“ kann man einen Termin vereinbaren.
Regelmäßige Untersuchung
Prof. Dr. Patrick Koch erklärte, dass immer mehr Fälle von Hautkrebs auftreten würden, doch mit der notwendigen Prävention könnten diese auch geheilt werden. „Früh erkannter Hautkrebs ist fast immer heilbar und wenn man unsicher ist, ob man ein bösartiges Melanom entdeckt hat, sollte man seinen Hautarzt besuchen“, so Prof. Dr. Koch.
Gefährdete Leute sollten ihren Körper regelmäßig untersuchen und darauf achten, ob Muttermale oder ähnliche Hautverfärbungen sich rasch hinsichtlich Größe, Farbe und/oder Form verändern. Besonders gefährdet sind Personen, die eine helle Haut haben oder schnell einen Sonnenbrand bekommen, als Kind unter vielen Sonnenbränden litten, viel Zeit in der Sonne verbringen, sich immer wieder ausgiebig sonnen, auch nur zeitweise wie in den Ferien, die Sonnenbank benutzen, mehr als 50 Pigmentmale am Körper haben, Fälle von Hautkrebs in ihrer Familie hatten, über 50 Jahre alt sind oder eine Organtransplantation hatten.
Am Samstag (25.05.13) machen die Verantwortlichen vor allem Leute auf die Gefahren von Hautkrebs aufmerksam, die in Urlaub fahren. Hier bekommen die Leute Informationen und Tipps, um Hautkrebs vorzubeugen.
Zu Demaart
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