Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Regierungskritiker auseinanderzutreiben, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Etwa 5000 Menschen protestierten auf der Straße und forderten den Rücktritt der Regierung unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.
Derweil kamen die mehr als 70 in Istanbul festgenommenen Anwälte wieder auf freien Fuß, wie der Anwaltsverband CHD erklärte. Die Anwälte waren mehrere Stunden lang verhört worden, nachdem sie wegen ihres Protests gegen die Polizeigewalt festgenommen worden waren.
Erdogan hatte am Dienstag gleich zweimal mit einem Großaufgebot an Polizei den Istanbuler Taksim-Platz von Demonstranten räumen lassen. Der Ministerpräsident sagte vor Abgeordneten der Regierungspartei AKP, das Ende der «Toleranz“ sei erreicht. «Diese Episode ist nun vorbei.» Mindestens 18 Menschen wurden verletzt. Auch am Mittwochmorgen gingen die Proteste in mehreren Städten weiter.
Erdogan will sich am Mittwoch erstmals seit Beginn der regierungsfeindlichen Proteste mit Vertretern der Demonstranten treffen. Die Vertreter der Demonstranten würden «über die Fakten informiert, und unser Ministerpräsident wird sich anhören, was sie zu sagen haben», sagte Erdogans Stellvertreter Bülent Arinc
bei der Ankündigung des Treffens. Bei den Demonstrationen gab es seit Ende Mai vier Tote und nach Angaben von Ärzteorganisationen rund 5000 Verletzte.
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