Im Rahmen dieses Treffens und angesichts der dramatischen Lage der Beschäftigten in vielen europäischen Ländern führen der EGB (Europäischer Gewerkschaftsbund) und nationale Gewerkschaftsorganisationen Informationskampagnen durch.
Europaweite Kampagne
Im Rahmen dieser Initiativen verteilte der OGBL am Dienstag Flugblätter vor dem Escher Krankenhaus „Centre hospitalier Emile Mayrisch“ (CHEM).
Generalsekretär André Roeltgen verwies bei dieser Gelegenheit auf die 19 Millionen Arbeitslosen in Europa; ein Resultat der Deregulierungs- und der Austeritätspolitik der EU-Kommission. In Spanien, Griechenland und Portugal sei die Situation besonders bei den jungen Menschen ein Desaster. Das geflügelte Wort von der verlorenen Generation sei hier Realität.
Die Aktion, die von weiteren dieser Art gefolgt werde, sei, so Roeltgen, auch ein Signal an die Luxemburger Regierung, entsprechende Positionen in den europäischen Gremien zu beziehen. Bislang wolle die Kommission an ihrer blinden Austeritätspolitik und den sogenannten Arbeitsmarktreformen festhalten, die darin bestünden, die Schutzfunktion des Arbeitsrechtes und der Kollektivverträge auszuhöhlen.
Gegen Lohndumping
Eine europäische Politik mit sozialem Charakter müsse die sozialen Grundrechte beachten und eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen anstreben, müsse den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut, Ungleichheiten und Lohndumping führen, eine Politik durchsetzen, die auf Wachstum und Steigerung der Binnennachfrage durch höhere Kaufkraft basiert.
Das europäische Sozialmodell solle gefördert werden. Dieses Modell habe seine Wirksamkeit bewiesen; es setze auf eine starke soziale Absicherung, auf öffentliche Dienste von hoher Qualität und auf Sozialdialog.
Zu Demaart
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