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«Auf uns warten große Umstellungen»

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Heute ist der Tag vom "guten Miteinander", nicht vom "radikalen Gegeneinander", so die ersten Worte von Premier Jean-Claude Juncker in seiner Ansprache zum Nationalfeiertag am Samstag.

«Es ist nicht der Tag vom bösen Streit – davon haben wir im Augenblick eher zu viel als nicht genug», so Premier Jean-Claude Juncker in seiner Ansprache zum Nationalfeiertag. Es sei der Tag vom «guten Miteinander». Und dazu gehöre auch, wie man mit den Konsequenzen der Wirtschafts- und Finanzkrise umgeht.

Die Euroländer befinden sich in einer Rezession – Luxemburg nicht, aber fast – die Wachstumsperspektiven hierzulande sind nicht brilliant, die Arbeitslosigkeit steigt, die Kaufkraft ist über die Jahre betrachtet zwar stabil, aber unseren materiellen Ambitionen sind Grenzen gesetzt. «Wir müssen sparen und konsolidieren, ja, aber nicht so, dass die wirtschaftliche Entwicklung einbricht und die Arbeitslosigkeit noch höher steigt», so Juncker am Samstag.

Große Umstellungen

«Auf uns warten große Umstellungen». Dies treffe vor allem auf den Finanzplatz Luxemburg zu. Das Bankgeheimnis wird dem automatischen Informationsaustausch weichen und uns vor neue Herausforderungen stellen. Diese seien zwar zu meistern, würden aber Anstrengungen abverlangen. Auch die Regierung sei bei den europäischen Verhandlungen gefordert, präzisiert der Luxemburger Premier.

Beim Thema Arbeitslosigkeit setzt Juncker den Akzent auf die jungen Leute: «Es kann und darf nicht sein, dass die junge Generation ihre Hoffnung und Lebensfreude verliert, weil wir ihr keine Chancen und Perspektiven bieten.» Regierung, Parlament und Sozialpartner haben die Pflicht, dieses gravierende Problem anzugehen.

Am Ende seiner Ansprache lobte der Premier die Arbeit und den Einfluss der großherzoglichen Familie. Juncker hob das Engagement von Erbgroßherzog Guillaume hervor, der mit seiner „intensiven Promotionsarbeit“ der Diversifizierung unserer Wirtschaft auf die Sprünge helfe.