Pflanzenschutzmittel sind nicht nur schädlich für Garten und Umwelt, sondern auch für Mensch und Tier. Mit den Schnecken, gegen die das Mittel eigentlich gedacht ist, werden auch nützliche Insekten und Pflanzen getötet, die Bodenstruktur zerstört und die Fruchtbarkeit verringert. Die Pestizide dringen in Boden und Gewässer ein und gelangen auf diesem Weg in die Nahrungskette des Menschen. Mit dem Projekt «Rent en Ent» möchte die Gemeinde Sanem jetzt eine Alternative zum sonst üblichen Schneckengift bieten.
" class="infobox_img" />Indische Laufenten lieben Nacktschnecken.
Im Rahmen dieser Initiative können die Einwohner Sanems während vier Wochen indische Laufenten in ihrem Garten halten, deren Leibgericht Nacktschnecken sind. Die indischen Laufenten kommen ursprünglich aus Indonesien, können kaum fliegen und brauchen keinen Teich zum Schwimmen, benötigen jedoch reichlich Trinkwasser, um die Nacktschnecken zu vertilgen. Ohne Wasser würden sie an den Schnecken, die sie übrigens durch ihren scharfen Geruchssinn aufspüren, ersticken.
Viel Wasser
Um die indischen Laufenten in ihrem Garten aufnehmen zu können, müssen die Einwohner der Gemeinde Sanem einige Kriterien beachten: Der Garten muss fest eingezäunt sein (mindestens 50 cm hoch), es sollte kein Hund im Haushalt sein, der Garten darf mindestens sechs Monate im Voraus nicht mit Gift behandelt worden sein, die Enten brauchen täglich frisches Trinkwasser, müssen die Nacht in ihrem Stall verbringen und bekommen täglich etwa 60 Gramm zusätzliches Futter. Außerdem sollte der Stall zweimal pro Woche gesäubert werden.
Die Gemeinde Sanem organisiert den Transport der Tiere mit ihrem Stall und allem Zubehör, das für ihren Unterhalt gebraucht wird.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können