Der vor zehn Tagen nach Kämpfen mit der libanesischen Regierungsarmee untergetauchte militante Salafisten-Führer Scheich Ahmed al-Asir hat sich erstmals mit einer Audio-Botschaft gemeldet. Der radikal-sunnitische Geistliche forderte darin seine Anhänger auf, am Freitag nach dem Mittagsgebet gegen die Erstürmung seiner Basis in Sidon, 40 Kilometer südlich von Beirut, am 24. Juni durch Regierungstruppen zu demonstrieren. Al-Asir war nach der Aktion verschwunden. Bei den Kämpfen waren 18 Soldaten und mindestens 20 Milizionäre des Scheichs getötet worden.
Al-Asir unterstützt den Widerstand im benachbarten Syrien gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Der Libanon ist in der Frage der Haltung zum Bürgerkrieg in Syrien tief gespalten. Die Sunniten sympathisieren zum Großteil mit den Aufständischen. Die schiitische Hisbollah-Miliz greift hingegen sogar mit eigenen Kämpfern in das blutige Geschehen im Nachbarland ein.
In der östlichen Bekaa-Ebene im Grenzgebiet zu Syrien kam es am Freitag indes zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen libanesischen Hisbollah-Einheiten und Truppen der syrischen Aufstandsarmee FSA, die es über die Grenze verschlagen hatte. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.
Zu Demaart
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