Nach der 7-stündigen Debatte um die Srel-Affäre, die Premier Jean-Claude Juncker in die Ecke drängte, waren die Reaktionen der Parteien unterschiedlich. Lucien Lux (LSAP) zeigt sich enttäuscht über Jean-Claude Junckers (CSV) Verteidigung. „Juncker hat stets versucht, andere Schuldige zu finden.“ Als überflüssig bezeichnete Lux das Nachtreten Junckers gegen die LSAP. Auch die Inhalte von Junckers Rede seien unangebracht gewesen – gegenüber dem was auf dem Spiel stand, so der Fraktionschef der LSAP.
Die Entscheidung, dem Premier das Vertrauen abzusprechen und Neuwahlen zu fordern, traf die LSAP einstimmig. Eine Erneuerung sei keine Frage der Person sondern der Inhalte. Im Hinblick auf die anstehenden Neuwahlen, hob Lucien Lux die hervorragende Rolle von Etienne Schneider (LSAP) im Wahlkampf hervor.
Neuwahlen einzige Alternative
Neuwahlen sind die einzige Alternative, so Außenminister Jean Asselborn (LSAP). Alles andere wäre ein Fehler gegenüber dem Bürger gewesen. Dies sei ein wichtiger Aspekt für die Demokratie.
Für Finanzminister Luc Frieden (CSV) sind Neuwahlen keine Katastrophe. Dennoch sei dies keine angenehme Situation. Frieden sprach seine Enttäuschung gegenüber der LSAP aus. Der anstehende Wahlkampf werde nun kurz und intensiv, so der Finanzminister.
François Bausch (déi gréng) zeigte sich enttäuscht über die Verteidigung Junckers. Dem Premier würde „keen Zack äus der Kroun faalen“ bei ein bisschen Selbstkritik. Bausch kritisiert die vielen falschen Darstellungen des Premiers. Vor allem darüber, was er von der Kontrollkommission wusste. Viele Fakten stellte Juncker einfach falsch dar. „Es kann nicht sein, dass er die Verantwortung immer auf andere abschiebt.“
Gast Gibérien sagte abschließend: „Juncker hätte bis zum bitteren Ende so weitergemacht.“
Zu Demaart





















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