Montag2. Februar 2026

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Cybermobbing in Luxemburg angekommen

Cybermobbing in Luxemburg angekommen

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Cybermobbing ist definitiv in Luxemburg angekommen. Die CSV-Abgeordnete Christine Doerner will wissen, wie die Regierung gegen dieses Phänomen vorgehen will.

In einer parlamentarischen Anfrage an den Familienminister, an die Justizministerin und an die Erziehungsministerin will die CSV-Abgeordnete Christine Doerner wissen, wie es um das Problem Cybermobbing in Luxemburg bestellt ist und welche Maßnahmen die Regierung gegen die Täter erwägt.

Cybermogging, auch Internetmobbing, Cyberbullying oder Cyber-Stalking hat sich seit der Revolution der elektronischen Kommunikationsmittel in den letzten Jahren immer stärker verbreitet. Mit Hilfe eines PCs, Tablets oder per Mobiltelefon versuchen die Täter (zumeist Jugendliche) andere Menschen zu diffamieren, zu belästigen, zu bedrängen oder zu nötigen. Zielscheibe sind in den Schulen nicht selten die Lehrer, deren Fotos ins Internet gesetzt und böswillig kommentiert werden. In den meisten Fällen sind es aber gleichaltrige Klassenkameraden im Pubertäts-Alter von 11 bis 16 Jahren, die oft wegen ihrem Aussehen gemobbt werden. Das kann bei den Betroffenen zu sozialer Isolierung, zu Stress und ernsthaften psychologischen Dauerschäden, in Extremfällen sogar zu Selbstmord führen.

Laut einer Untersuchung der Universität Münster waren 2011 in Deutschland 36 Prozent der Jugendlichen von Cybermobbing betroffen. Christine Doerner beruft sich aber auf andere Statistiken, laut denen 10-15 Prozent der Schüler auf diese Weise angefeindet wurden. In den letzten Jahren kam es zu einigen traurigen Fällen, wo Jugendliche zuerst via Internet um Hilfe baten und als die diese nicht erhielten, Selbstmord begingen. In vielen Ländern gilt Cybermogging nicht als eigener Straftatbestand. Lediglich in einigen US-Staaten, wie Missouri oder New Jersey oder in Südkorea wird Cybermobbing strafrechtlich verfolgt.

Die CSV-Abgeordnete will wissen, ob es zu dieser Frage in Luxemburg Statistiken gibt und ob sie planen auf dieses Phänomen, das seit Jahren in unseren Schulen existiert (Beispiele gibt es zur Genüge), zu reagieren und dementsprechende Gesetzestexte einzubringen.