Der US-Agrarkonzern Monsanto zieht alle ausstehenden Zulassungsanträge für den Anbau von Genpflanzen in der Europäischen Union zurück. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel. Eine Neuzulassung des Genmaises MON810 werde aber weiter verfolgt. Die EU-Kommission bestätigte die Ankündigung und teilte mit, sie nehme die Entscheidung des Konzerns «zur Kenntnis».
Monsanto hat in diesem Jahr bereits angekündigt, für seine Genpflanzen keine neuen Anbauerlaubnisse in der EU mehr zu beantragen. Das Unternehmen begründete dies mit dem großen Widerstand in Europa gegen Genpflanzen. Anderswo angebauten Mais will Monsanto aber weiterhin zur Verarbeitung in Lebens- und Futtermitteln in der EU registrieren.
Der Anbau des Monsanto-Genmaises MON810 wurde in der EU 1998 für zehn Jahre erlaubt. Wegen der kritischen Haltung mehrerer EU-Länder gibt es bisher noch keine Einigung über eine Neuzulassung – der Anbau bleibt jedoch bis zu einer endgültigen Entscheidung erlaubt. Einige EU-Länder haben den Anbau der Pflanze auf ihrem Gebiet jedoch verboten.
Zu Demaart
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