Dienstag13. Januar 2026

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Carnol weckt Hoffnungen

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Nach den Wettbewerben im Synchron- und Freiwasserschwimmen, Wasserball und Kunstspringen wurde es am Sonntag ernst bei den 15. Weltmeisterschaften in Barcelona, denn die Beckenwettbewerbe wurden in Angriff genommen.

Luxemburg ist bei diesen Weltmeisterschaften mit einem Topquartett vertreten: Julie Meynen, Laurent Carnol, Jean-François Schneiders und Raphaël Stacchiotti. Carnol ließ mit seinem Landesrekord über 100 m Brust aufhorchen.

Die Resultate

100 m Brust Männer – Vorlauf (77 Teilnehmer):
1. Christian Sprenger (AUS) 59.53
2. Kirill Strelnikow (RUS) 59.80
3. Fabio Scozzoli (ITA) 59.88
16. Giedrius Titenis (LTU) 1.00.44
21. Laurent Carnol (LUX) 1.00.76 (Landesrekord).

Weltmeister

WM in Barcelona, 9. Tag:
Männer

400 m Freistil:
Gold: Sun Yang (China) 3:41,59 Min.

4×100 m Freistil:
Gold: Frankreich 3:11,18 Min.

Frauen

400 m Freistil:
Gold: Katie Ledecky (USA) 3:59,82 Min.

4×100 m Freistil:
Gold: USA 3:32,31 Min.

Am ersten Wettkampftag war aber nur ein Akteur dieses Quartetts im 50-m-Becken des Sportpalasts „Palau Sant Jordi“ im Einsatz, wobei das Wort „nur“ bei Laurent Carnol eher unzutreffend ist. Der Sportler des Jahres trat über 100 m Brust an und wurde mit seiner Meldezeit (Saisonbestzeit) auf Bahn 9 des sechsten von acht Vorläufen gesetzt. Für den Bachelor-Absolventen der Loughborough University waren diese 100 m ein Test, wie schnell der Trainingsaufbau gegriffen hat und das harte Studienjahr verkraftet wurde. Vor allem aber ein Test für seine Hauptaufgabe, die 200 m Brust, die am Donnerstag auf dem WM-Programm stehen.

Landesrekord

Für den SCDE-Schwimmer sollte es in Barcelona ein Auftakt nach Maß werden, zwar kam Carnol in seinem Lauf nicht über den vorletzten Platz unter zehn Konkurrenten hinaus, es war aber ein sehr schneller Vorlauf. Am Ende blieb die Uhr für den Luxemburger bei 1’00″76 stehen und diese Zeit lag 63/100 unter seinem bestehenden Landesrekord, eine sehr starke Steigerung. Den alten Rekord war der 24-Jährige 2010 bei den Europameisterschaften in Budapest geschwommen – die EM in Ungarn war der Durchbruch für Carnol, mit dem sensationellen fünften Platz über 200 m Brust. Vor zwei Jahren bei der WM in Schanghai hätte sein gestriges Chrono sogar zum Einzug ins Halbfinale gereicht. In Barcelona fehlten allerdings 32/100, gleichbedeutend mit einem 21. Platz. In Schanghai belegte Carnol Rang 30 und war 81/100 langsamer. Vor allem aber wird dieser Rekord dem Olympia-Halbfinalisten am Donnerstag Flügel für die 200 m Brust verleihen.

Nachdem die Startlisten in Barcelona erst am Samstag bekannt wurden, in Spanien heißt es nicht umsonst „mañana“, kann man sich endlich ein Bild über die Chancen der Luxemburger machen. Die beiden heutigen Starter haben kaum Aussichten auf ein Halbfinale. Raphaël Stacchiotti ist zwar über 200 m Kraul nicht mit seinem Rekord gemeldet, aber auch mit Bestzeit hängen die Kirschen hoch. Der Ettelbrücker greift mit Rang 46 unter 70 Konkurrenten auf Bahn 7 des dritten von sieben Vorläufen an. Jean-François Schneiders verpasste den Sprung in die drei starken Vorläufe nur knapp. Als 31. der Meldeliste unter 53 100-m-Rücken-Schwimmern tritt er auf der besten Bahn (4) des dritten von sechs Vorläufen an.