Dienstag13. Januar 2026

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Stacchiotti mit viel Luft nach oben

Stacchiotti mit viel Luft nach oben

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Am zweiten Wettkampftag der Schwimmwettbewerbe bei der 15. WM in Barcelona waren am Montag Jean-François Schneiders und Raphaël Stacchiotti im Einsatz.

Beide FLNS-Athleten konnten einen Tag nach dem fantastischen Landesrekord von Laurent Carnol im 50-m-Becken des „Palau Sant Jordi“ die Erwartungen nicht wirklich bestätigen.

Die Ergebnisse

Männer, 100 m Rücken, Vorlauf (53 Teilnehmer):
1. Ashley Delaney (AUS) 53.60, 2. David Plummer (USA) 53.62, 3. Jiayu Xu (CHN) 53.63, 16. Charles Francis (CAN) 54.72, 34. Fränz Schneiders (LUX) 56.88.

200 m Freistil, Vorlauf (69):
1. Robert Renwick (GBR) 1.46.88, 2. Nicolas Oliveira (BRA) 1.46.99, 3. Sebastiaan Verschuren (NED) 1.47.24, 16. Clemens Rapp (GER) 1.48.37, 50. Raphaël Stacchiotti (LUX) 1.53.55.

Scheiders trat als Erster im zweiten Rennen des Tages über 100 m Rücken an und schlug unter zehn Konkurrenten als Vierter an. Der Wiltzer schwamm im 3. Vorlauf ein passables Chrono, blieb aber über eine halbe Sekunde über seinem Landesrekord, den er bei den JPEE in Luxemburg geschwommen war. Mit Bestzeit hätte es zu Platz 2 in diesem Vorlauf und zu Rang 31 im Gesamtklassement gereicht.

Zufrieden

Jean-François Schneiders war aber nicht unzufrieden: „Vom Gefühl her bin ich ein gutes Rennen geschwommen. Erst auf den letzten 15 m ging mir die Kraft ein wenig aus. Ich bin auch mit meiner Zeit, eine halbe Sekunde über Bestzeit, zufrieden. Die JPEE-Zeit konnte ich zwar nicht wieder schwimmen, aber das liegt wohl an der Universiade, weshalb ich mich anders auf diese WM vorbereiten musste.“

Und zur WM: „Es ist enorm cool, hier starten zu können. Der Palau St. Jordi ist enorm. Wir waren gestern (Sonntag, d.Red.) abends beim Finale und die Atmosphäre ist genial.“

Nicht zufrieden

Kann man mit der Leistung von Schneiders nach dem vierten Termin in Folge – JPEE, Landesmeisterschaft, Universiade und WM – noch einigermaßen zufrieden sein, so ging der WM-Eintritt von Raphaël Stacchiotti komplett in die Hose. Auf Bahn 7 des 3. von 7 Vorläufen schlug der Ettelbrücker nicht nur 2″05 über seiner Saisonbestzeit an, sondern fast 4″ über seinem Landesrekord. Für ein Halbfinale wäre der 21-Jährige zwar nicht in Frage gekommen, dennoch verlief der Test für seinen großen Auftritt am Mittwoch (200 m Lagen) wenig verheißungsvoll.

Als Vorlaufletzter war Raphaël Stacchiotti entsetzt über seine Leistung und verließ das Becken kopfschüttelnd: „Ich hätte mindestens 1’50 schwimmen müssen. 1’53» ist ‚Kindergeburtstag‘, das kann ich mir hier nicht erlauben. Die muss ich jeden Tag schwimmen können. Das ist überhaupt nicht zu erklären, ich war die letzte Zeit im Training so schnell. Richtig, richtig gut. Ich wollte schnell angehen, denn hinten raus wird es so oder so anstrengend. Deshalb dachte ich, mach dein eigenes Rennen, mach dein Rennen von vorne und schau nicht nach den anderen. Als die zurückkamen, war ich fertig und konnte nicht mehr mitgehen. Zum Schluss ging weder der Körper noch die Arme noch die Beine, nichts. Dabei dachte ich nach den ersten 100 m, das hier wird gut. Es ist mir schleierhaft, wieso ich so kaputt bin. Ich habe nicht wenig Crawl trainiert und es ist nicht so, dass ich die nicht gut schwimmen wollte. Ich wollte schauen, ob ich in Form bin oder nicht. Jetzt muss ich mich ausruhen und auf die Lagen konzentrieren, das ist das Beste was ich machen kann.“ Zum Glück ist Stacchiotti jederzeit eine Leistungsexplosion zuzutrauen.

Keine Risiken

Am Dienstag (30.07.13) sollte eigentlich der zweite SCDE-Schwimmer wieder im Einsatz sein und wie zum Auftakt als einziger Akteur des FLNS-Quartetts. Im Einklang mit Nationaltrainer Ingolf Bender hat Laurent Carnol aber auf den Brust-Sprint verzichtet. Hinsichtlich der 200-m-Distanz am Donnerstag will man keinerlei Risiken eingehen; die 100 m verliefen am Sonntag sehr vielversprechend und für die 50 m Brust liegen die Chancen auf eine Halbfinalteilnahme bei null.

Die FLNS-Delegation hatte am Dienstag (30.07.13) also „frei“.