Das Unternehmen warnte am Samstag vor Molke, die im Mai 2012 produziert wurde. Sie sei mit Bakterien verseucht sein, die eine lebensgefährliche Botulismus-Vergiftung auslösen könnten, hieß es. Dies hätten Tests vergangene Woche ergeben. Das Unternehmen betonte am Montag, dass es bislang keine Hinweise gebe, das jemand erkrankt sei.
«Wir werden den Informationsfluss untersuchen, und welche Schritte Fonterra unternommen hat», kündigte Neuseelands Regierungschef John Key am Montag an. Das Unternehmen werde sich zu den zeitlichen Abläufen äußern, sagte der Chef der Fonterra-Abteilung Milchprodukte, Gary Romano.
Säuglingsmilch und Sportgetränke
Die möglicherweise verseuchte Molke wurde unter anderem in Säuglingsmilch und Sportgetränken verwendet. Die Molke wurde nach Angaben von Fonterra nach Australien, China, Malaysia, Saudi-Arabien, Thailand und Vietnam verkauft. In Neuseeland wurde eine Säuglingsmilch vom Markt genommen. Auch chinesische Importeure riefen Milchprodukte zurück. China ist Fonterras größter Absatzmarkt.
Fonterra hat sich inzwischen für die kontaminierten Produkte entschuldigt. Er entschuldige sich «zutiefst» bei den Betroffenen, sagte Fonterra-Chef Theo Spierings am Montag vor Journalisten in Peking. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, Fonterra habe zu spät vor der Verunreinigung durch das Bakterium gewarnt, das die lebensbedrohliche Vergiftung Botulismus verursachen kann.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können