Luxemburg und Cargolux würden zum Vorbild in Sachen Flugsicherheit heißt es.
In einer aufrichtigen Geste der Zusammenarbeit hätten nach erfolgreich abgeschlossenen Tarifvertragsverhandlungen Cargolux-Interim-CEO Richard Forson und der Präsident der „Association luxembourgeoise des pilotes de ligne“ (ALPL), Flugkapitän Darrell Myers, gemeinsam einen Antrag für eine Ausnahmeregelung bei der luxemburgischen Zivilluftahrtbehörde „Direction de l’Aviation civile“ (DAC) eingereicht.
Längere Flugzeit
Gegenstand der beantragten Ausnahmeregelung ist eine Verlängerung der maximal möglichen Flugzeit auf Flugabschnitten mit einer verstärkten Flugbesatzung, bestehend aus mehr als den normalerweise erforderlichen zwei Piloten, unter Anwendung eines „Fatigue Risk Management System“ (FRMS), welches ein gleichbleibendes oder sogar besseres Sicherheitsniveau garantieren soll.
Während der Tarifvertragverhandlungen habe die ALPL ihre technische Kompetenz bei der Abfassung von Dokumenten und Verfahren, die im direkten Zusammenhang mit dem Antrag auf eine Ausnahmeregelung stehen, zur Verfügung gestellt.
Gemeinsam mit den engagierten Mitarbeitern der Cargolux-Flugsicherheitsabteilung hätten ALPL-Vertreter dazu beigetragen, den Grundstein für ein robustes FRMS auf der Grundlage höchster international anerkannter Sicherheitsstandards und branchenspezifisch bewährter Methoden zu legen.
Gegen Übermüdung
Der ALPL-Präsident, Flugkapitän Darrell Myers, dazu: „Oft kommt es vor, dass in Tarifvertragsverhandlungen die Grenzen zwischen rein gewerkschaftlichen und technischen Fragen, wie zum Beispiel Fragen der Sicherheit, verschwimmen. Es ist daher sehr anerkennenswert, dass die Cargolux-Geschäftsleitung in der Lage war, diesen Umstand zu erkennen und durch die Vereinbarung ein FRMS einzuführen, welches das Cargolux-Sicherheitsprogramm weiter verbessern wird. Sobald von der DAC die Genehmigung vorliegt, wird Cargolux gut gerüstet sein, um die Ermüdung der Piloten zu überwachen und sicherzustellen, dass die Flugsicherheit nicht gefährdet wird.“ Die ALPL sei seit langem ein bedeutender Befürworter der Einführung von FRMS.
Im Jahr 2008 veranstaltete sie in Luxemburg die erste Konferenz zu diesem Thema, die von einem internationalen Publikum besucht wurde.
Die ALPL – Association luxembourgeoise des pilotes de ligne ist die Interessenvertretung der über 500 Berufs- und Verkehrspiloten in Luxemburg und Mitglied der European Cockpit Association (ECA) sowie der International Federation of Airline Pilots.
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