Der Verband verlangte am Mittwoch vom Ausrichter der Fußballweltmeisterschaft 2018 «Klarstellungen und weitere Einzelheiten» zu dem Gesetz, das Schwulen und Lesben verbietet, offen für ihre sexuelle Orientierung einzutreten. Die Fifa-Statuten und der Verhaltenskodex duldeten bei Diskriminierung «null Toleranz», betonte der mächtige Sportverband.
Die Fifa erinnerte Russland an die Zusage, «allen Besuchern und Fans einen warmen Empfang zu bereiten und für ihre Sicherheit zu sorgen». Nun müsse das Land sein Versprechen auch einhalten. Das im Juni vom russischen Präsidenten Wladimir Putin in Kraft gesetzte Gesetz stellt positive Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder auch im Internet unter Strafe. Ausländern drohen Geldbußen von umgerechnet bis zu etwa 2300 Euro, Gefängnisstrafen von bis zu 15 Tagen und die Ausweisung.
Vor Russland hat bereits das Internationale Olympische Komitee (IOC) Klarstellungen von der russischen Regierung verlangt. Für den Aufruf von Schwulenaktivisten zu einem Boykott der Olympischen Winterspiele in Sotschi in sechs Monaten gibt es aber keine breite politische Unterstützung.
Zu Demaart
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