Mit ministerieller Unterstützung von hier und jenseits der Mosel hat er nunmehr zumindest einen Teilerfolg in seinem Bestreben für ein generelles Fahrverbot dieser, seiner Meinung nach für Tier und Umwelt schädlichen Wasserfahrzeuge auf der Mosel erreicht.
Zu Beginn der Sitzung des Gemeinderates vom vergangenen Freitag stand eine Präsentation der Forstverwaltung hinsichtlich der Bewirtschaftung des gemeindeeigenen Waldes an. Geplant ist die Anlage eines weiteren Weges im „Réimecherbësch“, welcher auch für Arbeitsfahrzeuge befahrbar sein soll. Die Kosten des 350 Meter langen Waldweges werden sich auf rund 40.000 Euro belaufen, wovon 65% durch den Staat getragen werden. Remich will zukünftig für die Waldbewirtschaftung verstärkt auch Ardenner Pferde einsetzen. Eine ökologisch sinnvolle Maßnahme, die auch noch mit sechs Euro je Kubikmeter von Pferden gezogenem Holz gefördert wird. Was den eigentlichen Holzverkauf angeht, so denkt der Schöffenrat daran, zukünftig wieder klassische Holzversteigerungen in der Gemeinde einzuführen. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betraf die Betreuungseinrichtungen der Gemeinde („Maison relais“).
Interne Planung
Hier verabschiedete der Rat eine neue, interne Planung und den „Plan d’encadrement périscolaire“, kurz „PEP“ genannt. Genehmigt wurden ferner rund 30.000 Euro für die Umsetzung des bereits zu einem früheren Zeitpunkt beschlossenen Projektes „Zone 30“. Die Mittel sollen in die Einrichtung von Parkplätzen im Bereich der Schule fließen. Die Anhänger des Jetskis dürfen mit ihren Fahrzeugen nur noch zeitweise und eingeschränkt auf der Mosel ihren Sport ausüben. Das Befahren des Flusses ist nur noch zwischen 10.00 und 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr erlaubt. Außerdem darf nur noch geradeaus gesteuert werden, schnelle Wende- und sogenannte „Cross-Over- Manöver“ sind untersagt. Man mag geteilter Meinung über die Notwendigkeit dieser Einschränkungen sein, offen bleibt, wie die Einhaltung dieser Vorschrift eigentlich kontrolliert werden kann.
Kaum Ergebnisse
Ein leidiges Thema, der örtliche Geschäftsverband und das Oberhaupt der Gemeinde Remich sind sich einfach nicht „grün“ genug (das Tageblatt berichtete bereits mehrfach darüber). Mit den Vertretern des Geschäftsverbandes, so Kox in seinem Bericht vor dem Gemeinderat, gab es in der Vergangenheit viele Sitzungen und Gespräche, jedoch kam dabei unter dem Strich kaum Positives heraus. Dies geht nun schon seit über vier Jahren so, resümierte ein sichtlich enttäuschter, jedoch entschlossener Bürgermeister. Denn seine Bemühungen für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Geschäftswelt vor Ort will und kann er auch nicht aufgeben.
Anlass zur Hoffnung auf Besserung gibt es, so zum Beispiel ein kürzlich stattgefundenes, direktes Treffen mit den Geschäftsleuten der Stadt. Diese Gespräche, im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Ironman 70.3 in Remich, seien erfreulich gut und positiv verlaufen. Eine Basis, auf der man weiter aufbauen werde, so Henri Kox abschließend. Die Esplanade in Remich ist der eigentliche Tourismusmagnet im Ort und zieht jährlich tausende von Besuchern und Gästen an. Verständlich, dass die Gemeindevertreter verstärkt Bemühungen und vor allem Geld in die Erhaltung und Verschönerung dieser Touristenattraktion investieren wollen. So planen die Verantwortlichen spätestens für die Saison 2014, die dortigen Bänke, Wege, Anlagen etc. – zu erneuern bzw. zu sanieren.
Kein Geld
Problem dabei: das Remicher Aushängeschild steht aus finanziellen Gründen nicht mehr auf der entsprechenden Prioritätenliste des Staates und somit fehlt schlicht Bares vom Staat. Dies soll sich nach dem Willen von Bürgermeister Henri Kox und seinen Schöffen ändern, die gemeinsam alles daransetzen wollen, dass die Erneuerung der Esplanade, auch im Hinblick auf den wichtigen Hochwasserschutz, von staatlicher Seite wieder angemessen unterstützt wird. Zum Ende der Sitzung genehmigten die Räte noch Einnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus dem Haushaltsjahr 2012 und 5,5 Millionen Euro aus dem laufenden Jahr. „Wir haben gut gewirtschaftet und Spielräume für weitere Investitionen geschaffen“, so ein zufriedener Bürgermeister in seinen Erläuterungen zu diesem Punkt.
In nicht öffentlicher Sitzung wurden anschließend noch mehrere Personalangelegenheiten entschieden.
Zu Demaart
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