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Es muss nicht immer Esel sein

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Der Esel als Wetterfahne auf dem Kirchturm der Diekircher Laurentius-Kirche hatte in der ersten Sommerhälfte für viel Diskussionsstoff gesorgt. In anderen Breitengraden sieht man ähnliche Ereignisse eher cool und mit Humor.

Im „Pfarrblatt“, der Wochenzeitung der römisch-katholischen Pfarreien des Kantons Bern, stand vor einiger Zeit eine Ross-Skulptur im Mittelpunkt, die sich auf den Kirchturm von Wabern „verirrt“ hat. Das arme Tier hängt in 30 m Höhe über dem Kirchenplatz und strampelt in die Wolken.

Hochwürden Hubert Kössler sieht es gelassen und keineswegs als Provokation. Er betrachtet das Ross auf der St.-Michael-Kirche eher als Kunstwerk und moniert: „Es gibt auch religiöse Werte, die verletzt worden wären, hätte man die Installation abgelehnt, etwa: Toleranz, Humor, Dialog, Weltoffenheit, innere Freiheit.“

Auch die Frage des Redakteurs „ Dann hätten Sie je einen Esel an den Kirchturm hängen können oder einen Engel. Das wären wenigstens biblische Figuren gewesen“, hatte der Kirchenmann keinen prinzipiellen Einwand. Er hätte also auch Verständnis für den Esel auf dem Laurentius-Kirchturm in Diekirch aufbringen können.