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Alles mit der Ruhe

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Der Spätsommer hat Luxemburg erreicht. Doch mit ihm treten auch die Wespen wieder verstärkt auf. Um schmerzhafte Konfrontationen zu vermeiden, kommt es auf das richtige Verhalten an.

Sie sind klein, schwarz-gelb gestreift und lösen bei vielen Mitmenschen hektische, bisweilen panische Reaktionen aus: die Rede ist von den Wespen, deren vermehrtes Auftreten zum Herbst gehört wie die Schobermesse aufs Glacis-Feld.

Dabei haben es die kleinen Tierchen nicht auf uns Menschen, sondern auf unsere Nahrung abgesehen. Ein Irrtum ist, dass sich die Wespen ausschließlich auf Süßes, bzw. zuckerhaltige Getränke stürzen, um ihren Energiebedarf zu decken. Besonders jetzt, wo die Brut gefüttert wird, steigt der Proteinbedarf, der mit Fleisch und Käse gedeckt wird.

Wer keine Lust auf „Mitesser“ hat, sollte sie gar nicht erst anlocken. Mit den richtigen Verhaltensregeln steht dabei einem ungetrübten Essen im Freien nichts mehr im Weg. Wer es sich im eigenen Garten gemütlich macht, sollte sein Lager nicht in unmittelbarer Nähe zu Obstbäumen aufschlagen, da das dortige Fallobst Wespen in Scharen anlockt. Ablenkung ist die beste Taktik. Eine kleine Futterstelle mit Obst, Saft und etwas Marmelade reicht schon aus, um die Tiere vom eigenen Essen fern zu halten. Auch Wespenfallen können helfen – so lange sie nicht direkt beim Tisch aufgestellt werden. Hier kann etwas Distanz helfen.

Notfallset für Allergiker

Offene Nahrungsmittel sollten sofort verschlossen, abgedeckt oder abgeräumt werden. Manchmal kann schon ein Haubennetz helfen, damit die Tiere nicht über den Aufschnitt krabbeln. Denn theoretisch können Wespen Krankheitserreger übertragen, da sie sich auch auf Kot und Mist niederlassen, um andere Insekten zu fangen.

Luftwirbel und hektische Bewegungen machen Wespen aggressiv. Ventilatoren und mit den Armen fuchteln ist daher nicht ratsam. Unter Umständen verschwindet das Tier, um dann mit Verstärkung seiner Artgenossen zurück zu kommen.

Auch die Wahl der Kleidung kann einen Unterschied machen. Die Farben Weiß, Gelb und Blau locken die Tiere an. Gleiches gilt für süßes Parfum. Vom Leib halten kann man sich Wespen mit Abwehrstoffen. Ob man zur Chemiekeule aus der Apotheke oder einem Hausmittel (z.B. eine halbe, mit Nelken gespickte Zitrone) greift, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Eine Garantie nicht gestochen zu werden gibt es allerdings nicht. Für die meisten Menschen sind die Stiche der kleinen Tiere zwar schmerzhaft, aber harmlos. Allergiker können auf das Gift mit Schweißausbrüchen, tränenden Augen, Atemnot, Hautausschlägen, Schwindel, Herzrasen, Zittern, Übelkeit oder Erbrechen reagieren. Im Extremfall folgt ein allergischer Schock mit Bewusstlosigkeit und Atem-, bzw. Kreislaufstillstand.

Im Normalfall hilft eine aufgeschnittene Zwiebel oder feuchtes Salz. Eiskaltes Wasser, essigsaure Tonerde, Eiskompressen oder Gel-Beutel verschaffen eine rasche Schmerzlinderung. Allergiker sollten stets ein Notfallset mit einem Antihistaminikum, einem Kortisonpräparat und Adrenalin zum Inhalieren oder zum Spritzen bei sich tragen.