Gibt es Sicherheitslücken am Findel? Wie kann es sein, dass ein Fluggast mit einer Boarding-Karte mit dem Namen eines anderen Passagiers alle Sicherheitsschleusen am Luxemburger Flughafen passiert?
Passagiere des Flugs LG3591 nach Barcelona nahmen am vergangenen Freitag gegen 10.30 Uhr in der Propellermaschine des Typs Bombardier Q400 Platz. Auch Passagier Jos G. suchte seinen Sitz auf, in der Hoffnung auf einen reibungslosen Flug. Doch wenige Minuten später näherte sich Fluggast Simon G. Jos G. und wies ihn darauf auf, dass er auf dem falschen Sitz säße. Nicht schlecht staunten Jos G. und Simon G., als sie ihre Boarding-Karten miteinander verglichen. Denn auf beiden Karten stand erstaunlicherweise jeweils der Name von Jos G.
Ein Mann zuviel an Bord
Mittlerweile hatte auch die Crew beim Durchgehen ihrer Boardliste mitbekommen, dass sich ein Passagier zu viel an Bord befand. Daraufhin musste Simon G., der die falsche Boarding-Karte bei sich hatte, die Maschine nach einer Viertelstunde verlassen und wurde auf einen anderen Flug weitergeleitet. Des Weiteren wurden sämtliche Koffer gezählt und genauestens unter die Lupe genommen. Erst nach 72 Minuten konnte der Flieger abheben. Nach diesem Vorfall stellte sich Jos G. die Frage, wie man mit einer Boarding-Karte die nicht auf den Ausweis übereinstimmt alle Sicherheitskontrollen am Flughafen passieren kann?
«Die zwei Familiennamen ähnelten sich sehr. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Ob die Ursache auf einen Informatikfehler zurückzuführen ist, wissen wir nicht, so Serge Bernardy vom Luxair-Pressedienst gegenüber Tageblatt.lu „Zweitens wurde beim Ausstellen des Flugscheins an Passagier Simon G. der Irrtum überhaupt nicht bemerkt. Drittens: Auch der Sicherheitsbeamte von Luxairport sowie der „Boarding Agent“ haben in diesem Fall kläglich versagt. Möglicherweise haben die Beamten die Karte mit dem Ausweis nicht verglichen, sonst wäre es zu diesem Vorfall nicht gekommen. An drei Kontrollpunkten wurde also nicht aufgepasst. Doch die Crew hat beim letzten Check den Irrtum festgestellt, sodass unsere Sicherheitsmaßnahmen im Endeffekt doch funktionierten“, verteidigt Serge Bernardy seine Firma.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können