Noch eingeschlossen in der Fahrerkabine beklagt sich Francisco José Garzón Amo darin bitter über die gefährliche Kurve, die dem Zug offenbar zum Verhängnis wurde. Bei dem Unglück im Juli waren 79 Menschen getötet worden. Der Unglückszug hatte eine Geschwindigkeit von 192 Stundenkilometern und war damit mehr als doppelt so schnell wie erlaubt.
Der Lokführer gibt in dem Telefonat mit seinen Vorgesetzten zu, dass der Zug viel zu schnell war. «Ich hatte einen Aussetzer, wie soll ich sagen, ich hätte auf 80 gehen müssen und hatte 190 oder so.» Er habe aber schon in der Vergangenheit auf die von der Kurve ausgehende Gefahr hingewiesen: «Diese Kurve ist unmenschlich.»
«Mein Gott, mein Gott»
Zugleich war der verletzt im Fahrerhaus
eingeklemmte Lokführer dem Mitschnitt zufolge in panischer Angst um die Insassen: «Mein Gott, mein Gott, die armen Passagiere. Ich hoffe, niemand ist tot. Ich hoffe, ich hoffe.»
Der Zug entgleiste am 24. Juli wenige Kilometer vor der Stadt Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Der Lokführer versuchte noch zu bremsen, konnte die Katastrophe aber nicht mehr verhindern. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.
Zu Demaart
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