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Schwarze Monate voller Lichtblicke

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Haben wir nicht alle eine schwarze Seite? Und ist es nicht so, dass die Farbe Schwarz immer präsenter wird in unserem Umfeld und unserem Alltag?

Es ist nun mal nicht alles witzig und komisch, sondern manchmal auch ganz schön düster. Besonders im Herbst. Glücklicherweise gibt es das „Touch of Noir“-Festival in Düdelingen, dort, wo man mit seinem „Schwarz“ nicht alleine ist.

Opderschmelz
CCRD

1, rue du Centenaire
L-2401 Düdelingen
[email protected]
www.dudelange.lu

Tickets:
Tel.: (+352) 51 61 21 811

Die kommende Ausgabe des „Touch of Noir“-Festivals, das vom 14. bis 26. Oktober stattfinden wird, kündigt sich auch in diesem Jahr wieder sehr spannend und abwechslungsreich an.

Eingeleitet wird das Festival bereits am 11. Oktober, und zwar mit der szenischen Lesung „M.“, die ein besonders schwarzes Kapitel der luxemburgischen Politik verhandelt. Nach einer Idee von Josée Hansen und Romain Hilgert wird Steve Karier das mit einer Uhr abgehörte Gespräch zwischen dem Premierminister und seinem Geheimdienstchef auf seine Art wiedergeben und interpretieren.

Eigenwillig, düster und surreal

Zum musikalischen Auftakt des Festivals wird dann am 14. Oktober Erika Stucky mit ihrem neuen Programm „Black Widow“ die Bühne betreten. Begleitet wird sie für diese eigenwillige, düster-surrealistische Auseinandersetzung mit Tom Waits von den drei Musikern David Coulter, Terry Edwards und Michael Blair, die alle drei mit dem großen Meister der „Rain Dogs“ zusammengearbeitet haben.

Mit Martha High & Speedometer ziehen am folgenden Tag dann auch ein bisschen Soul, Funk und Lächeln ins Festival ein, um am Donnerstag dem Luxemburger Singer-Songwriter Jérôme Reuter die Bühne zu überlassen, der mit seiner Band Rome bisher vor allem im Ausland Erfolg hatte, im letzten Jahr allerdings auch in der Kulturfabrik für einen besonderen Abend sorgte.

Am Samstag wird es dann mit den drei Musikern Benjamin Koppel, Scott Colley und Brian Blade noch einmal richtig jazzig.

Doch das „Touch of Noir“-Festival beschränkt sich nicht nur auf die Musik, sondern zeigt in Zusammenarbeit mit dem CNA drei Schätze der Filmkunst: den Kultklassiker „Down By Law“ von Jim Jarmusch, den 68er Film „Extérieur, nuit“ von Jacques Bral und „La passion de Jeanne d’Arc“ von Carl Theodor Dreyer aus dem Jahr 1928, der als „Ciné Concert“ angeboten wird.

Düstere Wolken ziehen auch am Freitagabend auf, wenn es heißt „Tempestarii“, eine Live-Performance, die ein in Island gedrehtes Kunstvideo mit Live-Musik zusammenbringt.

„Singer-Songwriter Festival“

Das zweite Festival im Herbst in Düdelingen ist das „Singer-Songwriter Festival“, das in diesem Jahr am 26. November mit den verträumten Melodien von Eva Croissant beginnen wird, die bei der zweiten Staffel von „The Voice of Germany“ für eine große Überraschung sorgte, als sie im Gegensatz zu den mittelmäßigen Coverversionen der anderen Kandidaten ihre eigenen Lieder präsentierte.

Am selben Abend werden zudem auch Sebastian Krumbiegel, der vor allem als Sänger der Prinzen bekannt wurde, und der melancholische Belgier Anton Walgrave auftreten.

Am nächsten Tag geht es dann mit Daniel Balthasar, Sarah Carlier und dem großen und in Düdelingen gern gesehenen Lloyd Cole weiter.

Das vollständige Programm des Kulturzentrums, das noch mit vielen weiteren Lichtblicken für die kommenden, düsteren Herbstmonate aufwartet, findet sich im Internet. Ein Blick ins Programmheft lohnt sich!