Die beiden katholischen Gruppierungen „Justitia et Pax“ und der Katholikenrat richten ihre Forderungen sowohl an die luxemburgischen Wähler als auch an die Parteien, die nach den Wahlen die Regierung bilden werden. Es ginge darum, „es künftig besser zu machen, und nicht einfach nur mehr“. Dies ginge nur, wenn das gesellschaftliche Gleichgewicht wiederhergestellt wird. Dem heutigen Individualismus, Neoliberalismus und dem „Geldfetischismus“ stellen die Kommission und der Katholikenrat die katholische Soziallehre entgegen.
Insgesamt stellen beide Organisationen 11 Forderungen auf, in deren Sinn die künftige Regierung Reformen durchführen soll. Unter anderem fordern sie, dass die menschliche Würde auf keinen Fall wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden darf. Auch die öffentliche freie Ausübung der Religion im Rahmen einer „neuen Kultur der Toleranz“ gehört zu ihren Forderungen.
Familie und Kinder
Weiter soll die Familie stärker und aktiv gefördert werden und besonders das Wohl der Kinder dabei berücksichtigt werden. Auch sollen die Arbeitszeiten nicht zu sehr flexibilisiert und Ruhezeiten eingehalten werden, damit das Zusammenleben und das ehrenamtliche Engagement nicht darunter leiden müssen.
Die Umwelt wird gleich in mehreren ihrer Forderungen geschützt. So soll die lokale Wirtschaft gefördert und geschützt werden und mit einer „grünen“ Wirtschaft sollen sowohl die Arbeitslosigkeit bekämpft, wie auch die Energiewende vollzogen werden. Außerdem soll der Zugang zu lebenswichtigen Gütern und zu bezahlbaren Wohnungen nicht allein der Marktlogik unterliegen.
Der Katholikenrat und die Kommission „Justitia et Pax“ fordern die künftige Regierung außerdem auf, die Frage des sozialen Zusammenhalts zur Chefsache zu machen und diese Politik auch den Flüchtlingen zugunsten kommen zu lassen. Auch solle sich die Regierung für die Weiterführung der europäischen Integration einsetzen.
Zu Demaart
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