Für Samstag, 14.30 Uhr rufen Greenpeace und Amnesty International Luxemburg zur Demo auf dem Knuedler (Place Guillaume II) auf. Dies beschlossen beide NGO bei einer Pressekonferenz am Freitagmorgen. Grund ist die Anklage von 30 Greenpeace-Aktivisten durch die russische Justiz.
Zwei Wochen nach dem spektakulären Greenpeace-Protest in der Arktis hat die russische Justiz alle 30 inhaftierten Umweltschützer als Piraten angeklagt. Ermittler in der Stadt Murmansk leiteten gegen die Besatzungsmitglieder des Aktionsschiffs «Arctic Sunrise» offiziell Verfahren wegen bandenmäßiger Piraterie ein. Dies hatte das nationale Ermittlungskomitee am Donnerstag in Moskau mitgeteilt.
Ökosystem
Die Umweltschützer werfen Gazprom vor, mit Bohrungen das Ökosystem der äußerst anfälligen Arktis zu gefährden. Ein Leck hätte ihrer Ansicht nach katastrophale Folgen für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der noch weitgehend unberührten Region. „Mit diesem Vorhaben bringen sie jegliche Arten, unsere inbegriffen, in Gefahr“, so Marieke Kremers, Direktorin von Greenpeace Luxemburg. In der Arktis wird etwa ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasvorräte vermutet.
Amnesty International Luxemburg entschied sich dazu, Greenpeace in dieser Angelegenheit zu unterstützen. Denn Amnesty erwägt die Anklage gegen friedliche Aktivisten, denen Piraterie vorgeworfen wird, als absurd und nicht rechtstaatlich.
Den Männern und Frauen aus rund 20 Ländern drohen jeweils bis zu 15 Jahre Haft. Alle Beteiligten hätten in den Verfahren ihre Unschuld beteuert und sonst keine Aussagen gemacht.
Zu Demaart
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