Im Juli hatte die NGO Fairtrade Lëtzebuerg einen Brief an die Parteien gesendet, in dem sie aufgefordert wurden im Wahlkampf den drei Kriterien der nachhaltigen Entwicklung (Wirtschaft, Umwelt und Soziales) Rechnung zu tragen. Die Wahl der Gadgets, welche die Parteien an die Wähler austeilen, soll „nachhaltig“ sein, so die NGO.
So fordert Fairtrade zum Beispiel, dass die Artikel nicht in Ateliers hergestellt wurden, wo die Sicherheitsstandards ungenügend seien, wo Hungerlöhne gezahlt werden, wo Kinderarbeit an der Tagesordnung ist …
Mehrere «Ungenügende»
Bei drei der neun Parteien, die ins Rennen um Wählerstimmen gehen, wurde in deisem Zusammenhang eine „nachhaltige Wahlkampagnen-Politik“ festgestellt, so Fairtrade in einer Mitteilung. Die Gadgets des CSV würden aus Naturstoffen produziert oder würden ein Bio-Label tragen. Déi grèng hätten ebenfalls biologisch zersetzbare Materialien oder wiederverwertbare Materialien gewählt. Idem bei einem Artikel von Déi Lénk. Über das andere Gadget fehle aber leider jegliche Information, bedauert Fairtrade.
Drei Parteien, die LSAP, die Piratepartei und die adr hätten der Vereinigung nur ungenügende Informationen über ihre Gadgets zukommen lassen. Die PiD hätte zwar auf die Anfrage der Organisation geantwortet. Sie hätte es aber versäumt, Beweise für die Nachhaltigkeit ihrer Artikel vorzulegen. Die DP ihrerseits habe angegeben, dass ihre zwei Gadgets in Frankreich und in Deutschland hergestellt werden. Über die Herkunft der Rohstoffe zur Herstellung der Artikel hätte man aber keine Informationen erhalten.
Die KPL schließlich hat entschieden, keine Wahlgadgets zu verteilen. Sie seien „kein politisches Argument“ so die Kommunisten.
Zu Demaart
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