Vorsicht mit Witzen, wenn die Ermittler klingeln. Diesen Rat hatte Jos Wilmes wohl nicht beherzigt, als die Ermittler im Zuge der Bommeleeër-Ermittlungen bei ihm vorsprachen, um ihn als Zeugen zu vernehmen. Wilmes soll den Beamten die Hände entgegengestreckt haben, damit man ihm Handschellen anlegen könne.
Diese Aussage von Ermittler Joël Scheuer hat am Mittwoch das Gericht zu Beginn des Verhandlungstages beschäftigt. Es sei bloß ein Witz gewesen, sagt Wilmes heute. «Ein Witz zuviel», entgegnet Richterin Sylvie Conter am Mittwoch. Gewitzelt hatte bekanntlich auch Ex-Polizeichef Pierre Reuland, als Ermittler bei ihm vorsprachen,um eine DNA-Probe zu entnehmen. Auch daran wurde vor Gericht erinnert.
Abgesehen von nicht so gemeinten Witzen beschäftigt sich das Gericht mit den Bombenbastlerkünsten von Jos Wilmes. So bastelte er etwa Konfetti-Bomben, bei denen eine Wäscheklammer als Zündvorrichtung gebraucht wurde. Dieselbe Vorrichtung war auch bei Anschlägen der Bommeleeër benutzt worden.
Ein vorsichtiger Wilmes
Wilmes soll bei den Vernehmungen äussert vorsichtig gewesen sein, sagt Ermittler Scheuer. Wilmes vermutete wohl überall eine Falle. Warum er bei seinen Antworten so ausweichend gewesen sei, woll Richterin Conter von Wilmes wissen. Er glaubte, er sei schon vorverurteilt worden, so der Angeklagte.
Ermittler Scheuer weist auf widersprüchliche Aussagen zwischen Scheer und Wilmes. Anders als Scheer habe Wilmes weit weniger genaue Angaben gemacht. Wilmes hätte während der Vernehmung versucht, Scheer zu diskreditieren. Wilmes sei nicht nur verwundert gewesen über Scheers Aussagen, sondern regelrecht wütend.
Am Donnerstag werden die Zeugenaussagen von Ermittler Scheuer weiter unter die Lupe genommen.
Zu Demaart
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