Am Donnerstag hatte der Personalausschuss zu das gesamte Personal der Universität zu einer Versammlung eingeladen. Dabei ging es vorrangig um die Ausarbeitung eines neuen Kollektivvertrags zwischen den Gewerkschaften und dem Rektorat der Universität. Die Verhandlungen haben schon 2011 begonnen.
Der OGBL, die stärkste Gewerkschaft im Ausschuss, erklärte, dass man schließlich nach 35 Arbeitstreffen eine Einigung gefunden hätte, was die Arbeitsbedingungen betrifft. Die Verhandlungen über die Gehälterstruktur seien jedoch nicht beendet worden. Man hätte keine Einigung erzielt, so der OGBL in einer Mitteilung. Dabei hätten sich die Gewerkschaften durchaus kompromissbereit gezeigt. So hätte man zum Beispiel keine Gehaltserhöhungen gefordert und sei sogar bereit gewesen über ein System zu diskutieren, wo nicht mehr das Alter des Arbeitnehmers bei der Rechnung der Gehaltsstufe in Betracht gezogen wird, sondern das Dienstalter.
Der letzte Vorschlag der Universitätsleitung bestünde aber darin, alle in der Lohntabelle vorgesehenen Gehaltserhöhungen zu annullieren. Diese Tabelle sei aber nicht öffentlich und sei auch den Verhandlungspartnern nicht offen gelegt worden, klagt der OGBL. Das Rektorat hätte lediglich eine jährliche Gehaltserhöhung von 0,5 Prozent vorgeschlagen. Dieses System benachteilige aber vor allem die jungen Universitäts-Mitarbeiter. Rechnungen hätten nämlich ergeben, dass auf lange Sicht gesehen verschiedenen Berufskategorien mit Gehaltseinbußen von bis zu 25 Prozent auf das aktuelle System rechnen müssten. Ein 45-jähriger Universitätsprofessor mit einem Dienstalter von sieben Jahren würde des Weiteren 20 Prozent weniger verdienen als in einer Sekundarschule. Dies sei schlichtweg inakzeptabel, so die Gewerkschaften.
Die 327 Personen, die an der Versammlung teilnahmen sprachen sich auf jeden Fall einstimmig gegen die vom Rektorat vorgeschlagenen Änderungen aus.
Zu Demaart
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