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Streit um Beisetzung

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Der NS-Kriegsverbrecher Erich Priebke ist am Freitag in Rom gestorben - nun wollen offenbar weder Italien noch Argentinien den Leichnam beerdigen.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hat sich dafür ausgesprochen, die Leiche des in Italien verstorbenen NS-Kriegsverbrechers Erich Priebke in dessen Geburtsland zu bringen. «Es wäre das beste, den Leichnam nach Deutschland zu schicken, um ihn dort einzuäschern», sagte der Präsident der Organisation, Efraim Zuroff, der italienischen Zeitung «La Stampa». Die deutschen Gesetze seien am besten geeignet zu verhindern, «dass die Trauerfeier und die Beisetzung zu einer Show für Neonazis werden», sagte Zuroff.

Eine Einäscherung würde laut Zuroff dafür sorgen, dass «keine Spur von einem Nazi-Verbrecher wie Priebke zurückbleibt». Er verwies darauf, dass auch die Leiche Adolf Hitlers verbrannt wurde. Dies habe «die Zerstörung von allem, was der Nationalsozialismus repräsentierte», ermöglicht, sagte Zuroff.

Priebke, ein ehemaliger SS-Offizier, war am Freitag im Alter von 100 Jahren in der italienischen Hauptstadt gestorben. Er lebte dort nach seiner Verurteilung wegen des Massakers in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom 1944 im Hausarrest. Wo Priebke beerdigt wird, ist ungewiss. Er wollte nach Angaben seines Anwalts in Argentinien neben seiner Ehefrau beigesetzt werden, das südamerikanische Land lehnte dies aber ab.

Für Dienstag hat Priebkes Anwalt Paolo Giachini eine Trauerfeier in einer nicht näher benannten Kirche in Rom angekündigt. Ein Sprecher des Bistums Rom, an dessen Spitze Papst Franziskus steht, schloss dies jedoch aus. Auch Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärte, es dürfe keine öffentliche Zeremonie in einer römischen Kirche geben.