Gute Nachrichten für die europäische Wirtschaft: Das Wachstum der Industrie hat sich saisonbereinigt im August deutlich verbessert. Das geht aus den Zahlen hervor, die Eurostat am Montag veröffentlicht hat. Demnach stieg die Produktion innerhalb eines Monats um ein Prozent im Vergleich zum Vormonat Juli.
Auch in der EU insgesamt erhöhte sich die Produktion, wenn auch mit 0,5 Prozent etwas schwächer als in der Eurozone. Portugal vermeldete mit einem Plus von 8,2 Prozent die höchste Zuwachsrate in der Eurozone.
Deutschlands Industrie produzierte im August 1,8 Prozent mehr als noch einen Monat zuvor. Für Luxemburg liegen für den August noch keine Zahlen vor. Deutschland ist aber der wichtigste Absatzmarkt für Waren aus dem Großherzogtum. Das kräftige Produktionsplus in der Bundesrepublik dürfte deswegen auch einen positiven Einfluss auf die Industrieproduktion in Luxemburg haben.
Firmen investieren wieder verstärkt
Den stärksten Anstieg überhaupt verzeichneten die Hersteller von Investitionsgütern. Die Produktion legte hier um 2,4 Prozent zu.
Das deutet auf eine stark gestiegenen Nachfrage von Unternehmen hin, die in neue Produktionsmittel investieren. Der zuletzt deutlich gestiegene Geschäftsklimaindex in den meisten europäischen Ländern dürfte zu der Investitionslust der Unternehmen beigetragen haben.
Aber auch die Verbrauchsgüterindustrie konnte mit einem Plus von 0,5 Prozent innerhalb nur eines Monats einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Die Gebrauchsgüterindustrie, die mehr langlebige Güter für Privathaushalte produziert, legte bei der Produktion um 0,8 Prozent im Vergleich zum Juli zu.
Im Aufwind
Gute Nachrichten kommen auch aus dem krisengeschüttelten Griechenland. Dort wuchs die Industrieproduktion um ein Prozent im August.
Auch die Niederlande scheinen die Durststrecke hinter sich gelassen zu haben. Die holländische Industrie hatte im August einen um 2,4 Prozent höheren Output als noch einen Monat zuvor.
Insgesamt ist die Industrie sowohl im Euroraum als auch in der gesamten EU wieder auf dem Niveau von vor der Krise angekommen.
(Stefan Osorio-König/Tageblatt.lu)
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