Welche Alibis hatten die Angeklagten Jos Wilmes und Marc Scheer zum Zeitpunkt der Bombenanschläge? Chefermittler Carlo Klein geht im Detail darauf ein.
Wie bereits am Montag, blieb Anwalt Gaston Vogel dem Bommeleeër-Prozess auch am Dienstag fern. Marc Scheer, Jos Wilmes und Lydie Lorang sind allerdings anwesend. Anwalt Gaston Vogel hatte am Montag für einen Eklat gesorgt. Er und die beiden Angeklagten Wilmes und Scheer hatten den Gerichtssaal verlassen.
Am Dienstag wurden einzelne Anschläge aufgelistet und die von den Angeklagten angegebenen Alibis dazu, unter die Lupe genommen.
Jos Steil
Unter anderem stand das Attentat auf den Strommast bei Heisdorf im Fokus. Jos Steil könnte laut Dienstplan als Verdächtiger in Frage kommen. Er hatte sich innerhalb seiner Dienstzeit freigenommen. Entsprechende Uhrzeiten wurden im Dienstplan überschrieben. Das Gericht spekuliert: Handelt es sich um die Handschrift von Jos Steil oder BMG-Mitglied Schickes in dem Dienstplan? «Wir werden in Zukunft den Namen Jos Steil wohl noch öfters hören», so Anwältin Lydie Lorang in der Pause.
Der Ermittler Carlo Klein resümierte alle Anschläge und warf die Frage auf, warum die Attentate nicht im ganzen Land verübt worden waren. Er kam zum Schluss, dass die Täter aus beruflichen und privaten Gründen an die Stadt gebunden waren. Für ihn muss es sich bei den Tätern um Polizisten aus dem Raum Luxemburg-Stadt gehandelt haben.
Laut Klein ergab die Analyse der Alibis, dass es vier Täter waren. Scheer und Wilmes konnten bei mehreren Anschlägen keine Alibis aufbringen.
Zu Demaart
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