Greenpeace erwartet von der neuen Regierung, dass sie eine antinukleare Politik verfolgt. Aus diesem Grund hatte die Umweltschutzorganisation am 10. September einen Forderungskatalog bezüglich der Wahlen am kommenden Sonntag vorgelegt. Alle Parteien bis auf die PID, die Piraten und die ADR beantworteten den Fragebogen.
In einem ersten Punkt hofft Greenpeace, dass die Politiker alles Mögliche tun, um eine Schließung der an Luxemburg naheliegenden Atomkraftwerke herbeizuführen oder wenigstens die Lebensdauer zu verringern. Zweitens wünscht sich die Umweltschutzorganisation, dass wie in Österreich ein Gesetz punkto Haftung und Entschädigung der Opfer nach einer Nuklearkatastrophe, in Kraft tritt. Des Weiteren erwarten die Umweltaktivisten von der neuen Regierung, dass sie vor allem erneuerbare Energie fördert. Schließlich fordert Greenpeace, dass die Luxemburger Energiezulieferer nur noch atomfreien Strom anbieten und Großunternehmen nur diesen beziehen.
Déi Gréng, déi Lénk und die KPL haben den vier Forderungen zugestimmt. CSV, LSAP und die DP wollen die Zulieferung von Atomstrom allerdings nicht einstellen, befürworten aber eine Schließung der AKW sowie einen Stopp der EU-Nuklear-Subventionen. Die Piraten, der ADR und die PID hingegen sind nicht auf die Greenpeace Forderungen eingegangen, bedauert die Umweltschutzorganisation.
Zu Demaart
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