Montag12. Januar 2026

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Roth weist Vorwürfe zurück

Roth weist Vorwürfe zurück
(Pierre Matgé)

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Der Mamer Bürgermeister Gilles Roth (CSV) weist die Vorwürfe, die zuletzt gegen ihn erhoben wurden, zurück. Das machte erin einer bewegten Gemeinderatssitzung im Mamer deutlich.

Grünen-Rat Jean-Paul Weydert hatte im Gemeinderat die Frage nach dem freien Grundstück (klassiert als „zone agricole“) hinter dem Privathaus von Gilles Roth gestellt, das nicht bebaut werde und frei bleibt. Roth hatte bereits einen entsprechenden Tageblatt-Artikel vom Donnerstag auf RTL zurückgewiesen, womit sich Weydert aber nicht zufriedengab. Im Innenministerium habe er einen Plan aus dem Jahr 2004 bekommen, auf dem das fragliche Grundstück Teil des PAG (allgemeiner Bebauungsplan) und im Bauperimeter gewesen sei.

Das, hielt ihm Schöffe Luc Feller (CSV) entgegen, sei aber nur die halbe Wahrheit. Denn im Innenministerium wurde am gleichen Tag ein PAP (Teilbebauungsplan) gutgeheißen, der den fraglichen PAG hier gewissermaßen außer Kraft setzt („déroger“). Das sei in der damaligen Gesetzgebung so gewesen. Die fraglichen Pläne habe Weydert damals im Gemeinderat mitgestimmt.

Stilfragen

Gilles Roth bleibt dabei, dass das fragliche Grundstück gar nicht bebaubar sei, wenn man alle umliegenden Parzellen und Regelungen in Betracht (z.B. Abstand) ziehe. Das Grundstück sei eine Enklave. Zudem laufe dort eine Staatsstraße vorbei, die eventuell verbreitert werden könnte. „Den Terrain war ni am PAG“, so Roth.

Roth wehrte sich am Freitag im Verlauf der Sitzung mehrmals gegen die ihm gemachten Vorwürfe. Fragen und Vorwürfe seien öffentlich, bevor er überhaupt Zeit habe, zu antworten. Weydert warf er „schlechten Stil“ vor und „Schläge unter die Gürtellinie“. Er habe es nicht nötig, zu lügen, und übe sein Amt nach gutem Gewissen aus. „Hei ass näischt verschummelt ginn“, so Roth. Der Erste Schöffe Roger Negri (LSAP) drückte seine Solidarität mit dem Bürgermeister aus. Die Koalition in Mamer stehe nicht zur Disposition, so Negri.