Dienstag3. Februar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

«Farbenfestspiele im Großherzogtum»

«Farbenfestspiele im Großherzogtum»

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

In Luxemburg zeichnet sich erstmals seit Jahrzehnten eine Regierung ohne die Konservativen von Regierungschef Jean-Claude Juncker ab. Ein Blick von Außen auf die Dreierkoalition.

Liberale, Sozialisten und Grüne beschlossen einen Tag nach der vorgezogenen Parlamentswahl die Aufnahme von Sondierungsgesprächen, wie der Vorsitzende der Liberalen (DP), Xavier Bettel, am Montagabend sagte. Die Verhandlungen sollten am Dienstagnachmittag beginnen. Hier ein Blick von Außen auf das Geschehen in Luxemburg:

Der Standard.at aus Österreich machte Xavier Bettel zum «Kopf des Tages» und titelt: «Schwuler Bürgermeister als Königsmacher» – «Lachender Dritter ist in der politischen Landschaft des Großherzogtums ein 40-jähriger gelernter Anwalt, der außerhalb der Grenzen des Großherzogtums nur Politprofis ein Begriff war: Xavier Bettel.»

Weiter schreibt das Blatt: «Juncker mit Ablaufdatum» – «Luxemburgischer Politpoker – Dreierkoalition ohne Langzeitpremier möglich

Die Berliner taz.de kommentiert: «Coup gegen Juncker» – «Eine Koalition jenseits des langjährigen Regierungschefs Juncker ist möglich. Dafür müssten die Liberalen standhaft bleiben.» – «Aber auch wenn es vor allem die Konservativen waren, die vor einer ‚Wischi-Waschi‘-Koalition – wie es in einem ihrer Wahldokumente stand – warnten, dürfte sie die Schnelligkeit mit der die Liberalen, Sozialisten und Grüne nun eine sogenannte ‚Gambia-Koalition‘ bilden wollen, überrascht haben.»

Le Soir.be aus Belgien schreibt: «Xavier Bettel pressenti comme le nouveau premier ministre du Luxembourg» – «Exit Jean-Claude Juncker. Xavier Bettel, chef de file des libéraux, grands vainqueurs des élections législatives de dimanche, dirigerait le pays dans une coalition avec les socialistes et les Verts.»

LaMeuse.be: «Xavier Bettel sera sans doute candidat Premier ministre» – «Une coalaition entre les libéraux, les socialistes et les verts se dessinne. Ce serait donc le renvoi duCSV de Juncker dans l’opposition. Si ce scnéraio se concrétise -des réunions importantes sont prévues ce mardi- Xavier Bettel pourrait bien être le futur Premier ministre de nos voisins.»

NTV.de titelt: «Jean-Claude Juncker ist am Ende» – «In Luxemburg sind die Weichen für eine Drei-Parteien-Koalition ohne den langjährigen Premierminister Jean-Claude Juncker gestellt: Die Sozialdemokraten LSAP, die liberale Demokratische Partei DP – in Luxemburg auch die Blauen genannt – und die Grünen haben sich darauf geeinigt, Koalitionsgespräche aufzunehmen.»

Spiegel-Online schreibt: «Mögliche Dreierkoalition: Juncker bangt in Luxemburg um seine Macht» – «Es soll ein Neuanfang in Luxemburg werden: Sozialdemokraten, Liberale und Grüne haben sich auf Koalitionsgespräche verständigt. Sollten sie sich einig werden, würde die Ära von Langzeitpremier Juncker enden.

Auch die Welt.de titelt: «Juncker droht Entmachtung durch Dreierbündnis.»

Zeit-Online: «Dreierkoalition will Juncker ablösen» – «Liberale, Sozialisten und Grüne wollen Luxemburgs langjährigen Regierungschef verdrängen. Eine Koalition wird ausgelotet. Die Parteien kämen auf 32 von 60 Sitzen. Eine Koalition ohne die CSV wäre in Luxemburg eine Sensation: Die Christsozialen waren seit 1944 beinahe ununterbrochen an der Regierung beteiligt. Die einzige Ausnahme war die Zeit von 1974 bis 1979, als die Liberalen mit den Sozialisten regierten.»

Tagesspiegel: «‚Mister Europa‘ muss um seine Macht zittern» – «Jean-Claude Juncker wäre in Luxemburg auf einen Koalitionspartner für seine Christlich-Soziale Volkspartei angewiesen, wenn er weiterregieren möchte. Doch nun fahren ihm Liberale, Sozialisten und Grüne in die Parade: Sie haben sich auf Sondierungsgespräche geeinigt. Sollten sie sich einigen, wäre das das Ende der Ära Juncker.»

Die deutsche FAZ.de titelt: «Trotz Verlusten seiner Partei bei den Wahlen in Luxemburg will Juncker Regierungschef bleiben.» – «Die Liberalen haben stark zugelegt und flirten nun mit Grünen und Roten.
Juncker wiederholt unermüdlich und etwas unwirsch, dass er für die CSV als ‚mit Abstand stärkste Partei‘ Anspruch auf die politische Führung im Land erhebe. Fast klingt es, als wolle sich Juncker selbst einreden, dass ohne die CSV, vor allem aber ohne ihn nichts gehe. Dabei jonglieren Sozialdemokraten, Liberale und Grüne in der Runde ungeniert mit einer Machtoption, die rechnerisch möglich ist und politisch reizvoll erscheint.»

In Frankreich titelt Le Monde.fr: «Jean-Claude Juncker pourrait être poussé vers la sortie» und schreibt: «Trois partis luxembourgeois vont tenter de négocier un accord post-électoral visant à renvoyer dans l’opposition le premier ministre sortant, Jean-Claude Juncker, et sa formation, le Parti populaire chrétien-social (CSV). Des médias grand-ducaux ont révélé, lundi 21 octobre, que les partis libéral (DP), socialiste (LSAP) et Vert (DG) s’étaient rencontrés et devaient prolonger, mardi, leurs discussions visant à former une coalition alternative et à renvoyer le CSV dans l’opposition, depuis la première fois depuis 1979.

Pour être certain de ne pas être écarté, le Parti socialiste – l’ancien allié du premier ministre sortant – semble, lui, prêt à céder le poste de premier ministre aux libéraux. M. Bettel a tenu des propos divers depuis dimanche, prônant à la fois ‚une nouvelle politique‘ et sa ‚priorité absolue‘, à savoir le rétablissement des finances publiques du pays. ‚Ne brûlons pas les étapes‘, a-t-il ajouté lundi soir à propos de l’éventualité d’un accord à trois.»

Le Figaro.fr: «Juncker sur la sellette» – «Les libéraux, les socialistes et les Verts ont annoncé ce soir qu’ils allaient entamer des négociations pour évincer du pouvoir les chrétiens sociaux de Jean-Claude Juncker, premier ministre du Luxembourg depuis plus de 18 ans.»

Die Libération.fr schreibt: «Luxembourg: vers une coalition à trois sans Juncker» – «Une coalition à trois contre le CSV, évoquée avec insistance depuis des semaines, serait un coup de tonnerre dans le ciel politique luxembourgeois.

Die englischsprachige Webseite Business Recorder.com berichtet: «Luxembourg parties eye coalition without Juncker» – «Europe’s longest-serving leader Jean-Claude Juncker risked losing power in Luxembourg as three rival parties were set to begin negotiations on Tuesday to form a coalition without him.»

Der Schweizer Tages-Anzeiger.ch titelt: «Dreierkoalition will Regierungschef Juncker verdrängen» – «In Luxemburg zeichnet sich erstmals seit Jahrzehnten eine Regierung ohne die Konservativen von Regierungschef Jean-Claude Juncker ab. Liberale, Sozialisten und Grüne beschlossen einen Tag nach der vorgezogenen Parlamentswahl den Beginn gemeinsamer Koalitionsverhandlungen.»