Die Luxemburger Zeitung «Paperjam» meldete am Mittwoch, dass innerhalb der CSV angeblich ein Putsch gegen Premierminister Juncker geplant wird. Es sollen Verhandlungen mit der DP gestartet worden sein, um eine Regierungskoalition zu bilden, so die Zeitung, ohne aber Details zu nennen, mit wem genau verhandelt wird.
Der Preis des Machterhalts sollte jedoch kein geringerer als der CSV-Spitzenkandidat Jean-Claude Juncker sein, heißt es. Innerhalb der CSV soll es Personen geben, die bereit seien, den CSV-Politiker zu opfern, um an der Macht zu bleiben. Dabei hat Juncker bei den Parlamentswahlen 55.968 Stimmen im Süden erhalten, so viel wie kein anderer Kandidat im Lande.
Das Dementi folgte auf dem Fuße
Am Nachmittag, knapp eine Stunde nach der Meldung von «Paperjam» kam jedoch das Dementi der CSV. «Die CSV stellt klar, dass sie unter keinen Umständen eine Regierungsbeteiligung ohne Mitwirkung von Jean-Claude Juncker anstrebt», heißt es auf der Internetseite der Partei und auf facebook. CSV-Parteipräsident Michel Wolter sagte zu Tageblatt.lu, dass man am Mittwochmittag mit Jean-Claude Juncker essen gegangen sei und dabei betont wurde, dass vonseiten der CSV eine Regierungsbeteiligung ohne den CSV-Spitzenmann ausgeschlossen sei.
Am Abend soll der Informateur, Georges Ravarani, Großherzog Henri die Schlussfolgerungen seiner Gespräche mit den Parteipräsidenten von CSV, LSAP, DP und déi gréng vorstellen. Ebenfalls am Mittwochabend treffen sich die Parteiführungen der drei Gambia-Koalitionäre (LSAP, DP und déi gréng), um über das weitere Vorgehen zu sprechen.
Zu Demaart
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