Luxemburg hat im EU-Durchschnitt eine der niedrigsten Quoten bei Männern in Teilzeitarbeit (4,3 Prozent). Frauen in Teilzeitarbeit liegen im EU-Vergleich mit einer Quote von 35,9 Prozent im oberen Mittelfeld.
Rechnet man Frauen und Männer zusammen, erreicht man in Luxemburg eine Quote von 18,3 Prozent Teilzeit-Beschäftigten. Anders gesehen, sind 86,8 Prozent aller Teilzeitarbeitnehmer Frauen, heißt es in einer aktuellen Statec-Studie. Die Quote erscheint hoch, ging aber von 2004 (36,6 Prozent) auf 2012 (35,9 Prozent) leicht zurück. Im Gegensatz zur sinkenden Quote bei den Frauen, wuchs jene der Männer von 2,3 Prozent im Jahre 2004 auf 4,3 Prozent im Jahre 2012.
Luxemburg Mittelfeld
Am höchsten ist der weibliche Anteil bei der Teilzeitbeschäftigung in den Niederlanden (75,4 Prozent), gefolgt von Österreich (45,4 Prozent), Deutschland (45,4 Prozent), Belgien (43,3 Prozent), Großbritannien (41 Prozent), Norwegen (38,8 Prozent) und Schweden (37,2 Prozent). Hier liegt Luxemburg mit 35,9 Prozent noch im oberen Mittelfeld.
Bei den Männern: Nur in Bulgarien (2 Prozent), Tschechien (2,1 Prozent), Slowakei (2,8 Prozent) und Polen (4,1 Prozent) ist der Männeranteil bei der Teilzeitarbeit noch niedriger.
Der Faktor «Kind»
Ein wesentlicher Faktor, der die Anzahl an Frauen in Teilzeitarbeit beeinflusst, ist die Zahl der Kinder. Dies gilt nicht für die Männer. Demnach sind 24,9 Prozent der beschäftigten Frauen, die teilzeitarbeiten, kinderlos. 37,9 Prozent haben ein Kind, 48,3 Prozent zwei Kinder und 53,4 Prozent drei Kinder oder mehr.
Aber nicht immer determiniert die Lebenssituation die Entscheidung, ob man Vollzeit oder nur Teilzeit arbeiten möchte. In Luxemburg sind 13,7 Prozent ungewollt Teilzeitbeschäftigte, im EU-28-Durchschnitt knapp 30 Prozent.
Zu Demaart
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