Manager von Facebook und Blackberry hätten sich in der vergangenen Woche zu Gesprächen getroffen, berichtete das «Wall Street Journal» am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Kreise. Es sei allerdings unklar, ob Facebook tatsächlich ein konkretes Kaufangebot für Blackberry abgeben wolle. Der Bericht befeuerte Gerüchte, Facebook wolle ein eigenes Smartphone auf den Markt bringen.
Blackberry steckt schon länger in Schwierigkeiten. Der einst bei Geschäftsleuten beliebte Handy-Hersteller hinkt den Marktführern Samsung und Apple weit hinterher und ist auf der Suche nach einem Weg aus der Krise. Einen Verkauf hat das Unternehmen dabei nicht ausgeschlossen.
Optionen offen halten
Der kanadische Investmentfonds Fairfax Financial, im Besitz von zehn Prozent der Blackberry-Anteile, hat für den Rest des Unternehmens rund 4,7 Milliarden Dollar geboten. Es besteht bereits ein Vorvertrag – Blackberry will sich aber weitere Optionen offen halten. Auch der Mitgründer von Blackberry, Mike Lazarides, erwägt zusammen mit einem anderen Mitgründer den Kauf. Beiden Männern gehören acht Prozent der Aktien. Zudem hat der chinesische Computerhersteller Lenovo einem früheren Bericht des «Wall Street Journal» Interesse an Blackberry angemeldet.
Facebook wiederum konzentriert sich gerade voll und ganz aufs mobile Wachstum: Immer mehr Menschen nutzen das soziale Netzwerk von Smartphones und Tabletcomputern. Es ist denkbar, dass Facebook auf der Suche nach Verdienstmöglichkeiten im mobilen Geschäft auch daran denkt, direkt mit Herstellern der Geräte zusammenzuarbeiten.
Zu Demaart
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