Riesige Kreuzfahrtschiffe sind in der Umgebung der Lagunen-Stadt Venedig ab November 2014 unerwünscht. So dürfen die Grössten ihrer Klasse nicht mehr am Markusplatz vorbei fahren.
Für die grössten Schiffe ihrer Klasse - ab 96.000 Bruttoregistertonnen - wird ein Verbot verhängt, durch den Canale della Giudecca direkt am Markusplatz vorbeizufahren. (06.11.13) (dpa/Andrea Merola)
Vielmehr soll für diese Schiffe eine andere Wasserstrasse in der Lagune, der Canale Contorta, schiffbar gemacht werden. Das teilte die italienische Regierung am Dienstag mit. (Tageblatt/Christian Beutler)
Dieses Bild gehört ab November 2014 der Vergangenheit an. (Tageblatt/Andrea Merola)
Bei den mittelgrossen Kreuzfahrtschiffen - ab 40.000 Bruttoregistertonnen - wird die Zahl der Durchfahrten durch den Canale della Giudecca um ein Fünftel reduziert. Täglich werden höchstens fünf dieser Schiffe in direkter Nähe des berühmten Markusplatzes zugelassen sein. (Tageblatt/Christian Beutler)
Protest in der Lagunenstadt gegen die dicken Kreuzer. (Andrea Merola)
Die Proteste gegen die Schiffsdurchfahrten in Venedig hatten auch durch die Havarie der "Costa Concordia" vor der italienischen Insel Giglio im Januar 2012 zusätzliche Nahrung bekommen. (dpa/Andrea Merola)
Durch die Lagunenstadt Venedig sollen vom nächsten Jahr an deutlich weniger Kreuzfahrtschiffe fahren. Das kündigte die italienische Regierung am Dienstag nach einem Treffen mit Vertretern aus Venedig an. Die hohe Zahl der Schiffe, die durch den Guidecca-Kanal direkt am Markusplatz vorbei zum Hafen der Stadt fahren, hatte Umweltschützer und Anwohner immer wieder empört.
Viele empfanden den Anblick der schwimmenden Hochhäuser als Schandfleck, zudem wurde befürchtet, die Wellen könnten das Fundament Venedigs beschädigen. Nach den Plänen der Regierung sollen bis zu 20 Prozent weniger Kreuzfahrtschiffe, die mehr als 40 Tonnen wiegen, den Platz passieren. Zudem gibt es ein Einfahrverbot für Fähren, davon erhofft sich die Regierung eine Reduzierung des Schiffsverkehrs um 25 Prozent und eine Verschmutzung, die um 50 Prozent geringer ist.
Ab November 2014 dürfen zudem keine Kreuzfahrtschiffe, die mehr als 96.000 Tonnen wiegen, in den Kanal einfahren. Unterdessen wird an einer alternativen Route für die Schiffe zum Hafen gearbeitet, die nicht mehr so nahe am Markusplatz vorbei führen soll. Bis diese fertig ist, soll es jedoch mindestens noch zwei Jahre dauern.
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