Der Konzern Alstom kündigte an, Teile seiner Bahnsparte abzustoßen. Wie Patrick Kron, der Chef des Siemens-Konkurrenzunternehmens weiter mitteilte, sollen die Stellen vor allem in den Bereichen Kraftwerksbau und Informatik eingespart werden.
Nähere Angaben zu den vom Stellenabbau betroffenen Ländern machte Alstom nicht. Der französische Industrieminister Arnaud Montebourg versicherte aber, der neue Sozialplan werde «keine Auswirkungen» in Frankreich haben. Kron schloss ausdrücklich nicht aus, dass es weitere Stellenstreichungen geben könnte. Es werde Anpassungen geben, wenn es nötig sei. Doch erst solle mit den Gewerkschaften gesprochen werden.
375 Millionen Euro
Im Zeitraum von April bis September dieses Jahres verzeichnete der Konzern nach eigenen Angaben einen Rückgang der Aufträge um 22 Prozent auf ein Volumen von 9,43 Milliarden Euro. Der Gewinn ging in diesem Zeitraum um drei Prozent auf 375 Millionen Euro zurück, der Umsatz blieb hingegen mit 9,73 Milliarden Euro nahezu stabil. Nach der Ankündigung des Stellenabbaus schnellte die Alstom-Aktie an der Pariser Börse am Morgen um mehr als 5,6 Prozent in die Höhe.
Umstrukturierungsplan bereits 2010
Alstom beschäftigt weltweit 93.000 Mitarbeiter in etwa hundert Ländern, davon 18.000 in Frankreich. In Deutschland sind 8700 Menschen an 23 Standorten des Konzerns beschäftigt, der vor allem im Bau von Anlagen für die Stromerzeugung, die Energieübertragung und von Zügen sowie in der Schieneninfrastruktur tätig ist.
Alstom hatte bereits im Jahr 2010 einen Umstrukturierungsplan mit der Streichung von fast 4000 Stellen in Europa und den USA aufgelegt. Dabei ging es ebenfalls vor allem um den Bereich Elektrizitätswerke. Im Jahr 2011 war der Bereich Transport mit der Bahnsparte mit 1380 Arbeitsplätzen betroffen.
Zu Demaart
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