Die zuständigen Ministerien von Bund und dem Land Bayern vereinbarten im Interesse möglicher Eigentümer eine umfassende Zusammenarbeit unter Mitwirkung der Forschungsstelle «Entartete Kunst» der Freien Universität Berlin, wie der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die bayerische Landesregierung am Montag mitteilten.
Die Klärung der Herkunft solle zeitgleich mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Augsburg erfolgen.
Bund und Bayern verständigten sich den Angaben zufolge darauf, umgehend eine qualifizierte «Taskforce» von mindestens sechs Experten zu bilden, die die Herkunft der Werke klären solle. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft seien rund 970 Werke zu überprüfen. Davon können etwa 380 Werke dem Bereich der sogenannten Entarteten Kunst zugeordnet werden.
Bei rund 590 Werken müsse überprüft werden, ob «ein NS-verfolgungsbedingter Entzug» vorliegen könnte.
Um in dem Verfahren die nötige Transparenz zu gewährleisten und die Provenienzrecherche weiter voranzutreiben, wurden am Montag zunächst 25 Werke mit entsprechenden dringenden Verdachtsmomenten auf einen solchen NS-verfolgungsbedingten Entzug im Internet unter lostart.de der Koordinierungsstelle Magdeburg eingestellt. Die von Bund und Ländern betriebene Koordinierungsstelle ist die zentrale deutsche Serviceeinrichtung für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverluste.
Zu Demaart
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