Dienstag13. Januar 2026

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Luxemburg hilft

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(AFP)

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Tonnenweise Hilfsgüter werden jetzt an die Überlebenden des Taifuns verteilt. Der Regen hat aufgehört, dafür brennt die Sonne jetzt auf die Obdachlosen. Luxemburger Helfer lindern die Not.

Die Versorgung der total erschöpften Überlebenden auf den Philippinen läuft eine Woche nach dem verheerenden Taifun «Haiyan» auf Hochtouren. Tonnenweise Hilfsgüter wurden am Freitag ins Notstandsgebiet geflogen. Wegen der riesigen Zahl der Bedürftigen mussten die Menschen stundenlang für Essenpakete und Trinkwasser Schlange stehen. Nachdem der Regen aufgehört hat, warten die Leute in sengender Sonne bei 40 Grad Hitze. Die Zahl der Toten geben die Katastrophenbehörden inzwischen mit 3621 an. Aber noch immer werden weitere Leichen aus den Trümmern geborgen.

Hier kann gespendet werden

-Croix-Rouge luxembourgeoise: LU52 1111 0000 1111 0000
oder per Kreidkarte über www.croix-rouge.lu

– CARE: LU28 1111 2588 1923 0000
Onlinespenden sind über folgenden Link möglich: www.care.lu

– Kindernothilfe Luxemburg: LU50 0030 4812 1330 0000

– Caritas Luxemburg: LU34 1111 0000 2020 0000, Vermerk «Taifun»

Im Norden der Insel Cebu versorgt Caritas Luxemburg aktuell tausende von Menschen mit Hilfsgütern. Lebensmittel, Trinkwasser sowie Hygieneartikel werden verteilt. Carole Reckinger, Mitarbeiterin von Caritas Luxemburg vor Ort, koordiniert die Hilfe der Caritas. Sie spricht von einer dramatischen Lage. «Über die nächsten Wochen sind tausende Menschen auf unsere Unterstützung angewiesen,» so Reckinger vor Ort.

Auf der Flucht

«Haiyan» war am vergangenen Freitag über die Zentralphilippinen hereingebrochen und hatte mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern riesige Landstriche verwüstet. Es war der gewaltigste Taifun, der je an Land kam. Er löste eine gewaltige Sturmflut aus, die den Küstenstreifen auf einer Breite von mehreren hundert Metern wie bei einem Tsunami unter Wasser setzte. Das Wasser riss Hütten, Container, Autos und Hausdächer mit und spülte riesige Frachtschiffe Hunderte Meter ins Land. Hunderttausende Menschen wurden obdachlos.

Tausende Menschen versuchten weiter, aus dem Katastrophengebiet zu fliehen. Am Hafen und am Flughafen von Tacloban wollen sie Plätze auf den Frachtmaschinen und -schiffen ergattern, die nach der Entladung der Hilfsgüter nach Manila oder Cebu zurückkehren.

Regierung unter Druck

Die Regierung kam wegen der schleppend anlaufenden Hilfe stark unter Druck. «Unsere Rettungsmaßnahmen kommen voran, auch wenn es teils immer noch langsam geht», räumte Innenminister Mar Roxas in Tacloban ein. «Jeden Tag läuft es besser als am Vortag. Es kann nie schnell genug gehen in einer Situation wie dieser, wo so viele Menschen betroffen sind und so viel Infrastruktur beschädigt ist.» Die Regierung rechnet damit, dass das Desaster das Wachstum der philippinischen Wirtschaft von erwarteten sieben auf 6,5 Prozent drosselt.