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Demos für die Freilassung

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In mehreren Städten wurden am Samstag Demonstrationen für die Freilassung der 30 in Sibirien inhaftieren Greenpeace-Mitglieder organisiert. Auch in Luxemburg gingen etwa 100 Sympathisanten auf die Straße.

Ungefähr 100 Menschen haben am Samstag nach Greenpeace-Angaben an einer Solidaritätsdemonstration in Luxemburg vor dem Gemeindehaus für die in Russland inhaftierten Mitstreiter der Umweltorganisation teilgenommen. Sie forderten auf Plakaten «Gerechtigkeit für die 30 der Antarktis». Die Demo verlief friedlich. Die Protrestanten werden der russischen Botschaft ein Foto der Kundgebung überreichen, heißt es.

Greenpeace Luxemburg betont, dass die festgenommenen Aktivisten weder Piraten noch Hooligans seien. Es handele sich um einen Verstoß gegen die friedliche Demonstrationsfreiheit. Die Vorwürfe seien «einfach übertrieben», so Greenpeace.

Von der Küstenwache geentert

Das Greenpeace-Schiff «Arctic Sunrise» und die 28-köpfige Crew sowie zwei Bildberichterstatter waren am 19. September nach einer Aktion gegen Ölbohrungen in der Arktis von russischen Behörden festgesetzt worden. Russland wirft den Aktivisten Rowdytum vor. Ihnen drohen deshalb bis zu sieben Jahre Haft. Nachdem die Aktivisten zunächst in Murmansk festgehalten wurden, warten sie seit Dienstag in St. Petersburg auf ihren Prozess.

Weltweit hatte Greenpeace am Samstag in mehr als 200 Städten in 44 Ländern zu Solidaritätskundgebungen aufgerufen, wie ein Sprecher der Organisation sagte.

Nächste Woche soll der Fall der 30 Greenpeace-Mitglieder vor einem russischen Gericht zur Sprache kommen. Die niederländische Regierung hat inzwischen das Internationale Hochsee-Gericht eingeschaltet. Am 22 November wird eine Entscheidung fallen.