Im Rahmen des 25. Geburtstages der Bio-Landwirtschaft in Luxemburg hat die Asta (Administration des Services Techniques de l’Agriculture) eine Umfrage bei Tne-Ilres in Auftrag gegeben, um etwas über die Kauf- une Essgewohnheiten der Verbraucher in Verbindung mit den «Bio-«-Produkten herauszufinden.
Laut Umfrage kennen etwa 40 Prozent der Befragten kein Bio-Label. 60 Prozent geben an, Bio-Produkte zu kennen. «Biog» und «Demeter» sind in diesem Zusammenhang die bekanntesten Labels. Die Umfrage zeige aber dass Bio-Produkte oft mit regionalen Produkten verwechselt werden, so Tns-Ilres am Dienstag. So würden häufig Produkte von Luxlait, Transfair oder des Labels «vum Séi» als «Bio» eingestuft, was sie aber nicht sind.
Oft würden auch Produkte als «Bio» ausgegeben, die es nicht seien, so die Asta, die daran erinnert, dass ein europäisches Bio-Label existiert.
Zu teuer
Haushalte, die keine Bio-Produkte kaufen geben den hohen Preis als Hauptgrund an. Viele Befragten hegen aber auch Zweifel, dass überall «Bio» drin sei, wo «Bio» draufsteht. Je höher der Bildungsstand, je größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man «Bio» kauft. Das selbe gilt für das Einkommen. Bei Leuten mit einem Gehalt bis zu 2.500 Euro montalich kaufen nur 57 Prozent Produkte aus biologischem Anbau. Bei Personen mit einem Lohn von über 8.000 Euro steigt diese Rate aber auf 77 Prozent.
«Bio» scheint des Weiteren bei älteren Leuten beliebt zu sein, vielleicht auch weil ihr Lohn höher ist. In der Altersklasse 18 bis 24 Jahre greifen nur 61 Prozent auf Bio-Produkte zurück, in der Kategorie 55 bis 70 Jahre sind es 70 Prozent. Im allgemeinen gaben 15 Prozent der Befragten an, jeden Tag biologische Produkte zu konsumieren, 23 Prozent sagten sie tun es ein- bis zweimal pro Woche und 27 Prozent erklärten mehrmals pro Woche «Bio-Lebensmittel» zu sich zu nehmen.
Ein Drittel «ignoriert» Bio
16 Prozent der Bevölkerung geben mindestens die Hälfte ihres Lebensmittelbudgets für «Bio» aus. Auf der anderen Seite sagen 34 Prozent der Befragten, nie die «Bio»-Abteilung in den Geschäften zu besuchen. Und 67 Prozent davon betonten auch in Zukunft keine Produkte aus der biologischen Landwirtschaft kaufen zu wollen.
Die Anbaufläche der biologischen Landwirtschaft beträgt inzwischen vier Prozent der Gesamtanbaufläche. Das nationale Angebot liege aber noch weit hinter der Nachfrage zurück, wurde am Dienstag betont. Viele «Bio»-Produkte müssten deshalb importiert werden. Viele Landwirt würden zögern auf «Bio» umzustellen, weil der Wechsel mit hohen Kosten und zu vielen Auflagen verbunden sei. «Bio» sei aber weiter auf dem Vormarsch, unterstrich André Schank vom Dachverband der «Bio»-Hersteller. Der Umsatz hätte sich in den letzten fünf Jahren um 10 Prozent gesteigert.
Zu Demaart
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