Horesca-Präsident Alain Rix, Generalsekretär François Koepp und Dave Giannandrea gingen auf die Forderungen der Hoteliers, Restaurantbetreiber und Wirte ein.
Zehn (plus eine zum Rauchgesetz) Forderungen legten sie bei dieser Gelegenheit vor.
Hotelüberschreibungen werden teuer
Beim Überschreiben eines Hotelbetriebes auf einen Nachfolger (der ein Familienmitglied oder ein Mitarbeiter sein kann) fallen recht hohe Steuern an, die einen weiteren Betrieb oft unmöglich machen. Resultat: Das Hotel wird geschlossen und Arbeitsplätze verschwinden. Hier möchte die Horesca, dass Abhilfe geschaffen wird; in den Jahren 2011 und 2012 seien so ein Dutzend Hotels aus dem Angebot verschwunden.
Weiter treten die Gaststättenbetreiber für eine teilweise Desindexierung der Wirtschaft ein, vor allem was Miet- und Dienstleistungsverträge betrifft.
Neue Jobs
Ein sog. „salaire d‘insertion“ (der unter dem Mindestlohn liegt) würde dem Verband hingegen gefallen: Einige hundert Jobs könnten auf diese Weise geschaffen werden.
Die Berufsausbildung soll in einer Form vebessert werden, die es jungen Menschen für die es keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gibt, dennoch erlauben soll, eine Ausbildung im Gaststättenbereich zu absolvieren. Auch möchte die Horesca, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz von drei Prozent weiterhin für die Gastronomie-Branche gilt.
Keine Steuererhöhung
Das gleiche gilt für die Steuern, die laut Gaststättenverband nicht erhöht werden sollen.
Große Sorgen machen die Profis aus der Branche sich um den ständig zunehmenden Paragraphendschungel, der von der EU vorgegeben werde.
Künftig müssten alle Betriebe für die Datensicherheit ihrer Informatik garantieren, was eine zusätzliche Jahresinvestition von 5-10.000 Euro pro Betrieb ausmache. Die Horesca sprach sich weiter gegen eine Abschaffung von Mittelstands- und Tourismusministerium (durch eine Fusion mit dem Wirtschaftsministerium) aus.
Effiziente Werbung
Das Tourismusministerium und das ONT sollen die Mittel bekommen, die sie brauchen um effiziente Werbung für das Land zu machen.
Die Arbeitgeber der Branche fordern weiter, dass die Sozialbeiträge eingefroren bleiben und die medizinische Kontrolle effizienter wird.
Hohe Kosten
Die hohen Kosten für Wasser und Energie würden die Betriebe heute schon stark belasten. Es gehe nicht an, dass der Staat auf der einen Seite eine Förderung des Wellness-Tourismus fördert und daneben Bedingungen für extrem hohe Wasserpreise schaffe.
Die Konkurrenz, etwa im Schwarzwald, stehe hier viel besser da. Neben diesen politischen Forderungen, ging Präsident Alain Rix auch auf das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher ein, das zum 1. Januar 2014 in Kraft treten wird.
Aussetzen des Rauchergesetzes
Da bislang noch keine Ausführungsbestimmungen, etwa zur Gestaltung der Raucherzonen vorliegen, fordert die Horesca das Aussetzen des Gesetzes um ein halbes bis ein Jahr.
Der Verband könne niemandem raten jetzt in die Umgestaltung seines Betriebes zu investieren, da nicht gewusst sei, ob dies keine Investition unter falschen Prämissen sei.
Rix ging sogar soweit, zu sagen, er glaube nicht, dass alle Wirte sich zu Beginn des Jahres an das neue Gesetz halten würden. Wäre er Wirt, so würde er die Gäste vorerst weiter rauchen lassen, so der Präsident.
Zu Demaart
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