Kurz vor 13.30 Uhr am Samstagnachmittag trat das erbgroßherzogliche Paar aus dem Palais grand-ducal und begab sich zuerst in das Rathaus Luxemburg. Hier wurden Guillaume und Stéphanie von Bürgermeisterin Lydie Polfer und von weiteren Bürgermeistern der Randgemeinden empfangen.
Polfer unterstrich, dass es für die Gemeinde eine Ehre sei, das erbgroßherzogliche Paar kurz vor Weihnachten begrüßen zu dürfen. Es sei wichtig, gerade jetzt in dieser Zeit, in der die meisten Leute viel Zeit mit ihrer Familie verbringen, auch an jene Bürger zu denken, die alleine sind und die in armen Verhältnissen leben. Diesen Leuten solle man Hoffnung geben und ihnen zu verstehen geben, dass sie nicht alleine sind. Deshalb sei es, so Lydie Polfer, eine gute Entscheidung, nicht nur den „Cent-Buttek“, sondern auch das „Péitrusshaus“ zu besuchen. Anschließend trug das Paar sich ins Goldene Buch der Stadt ein.
Péitrusshaus
Kurz vor 14.00 Uhr kamen Guillaume und Stéphanie im „Péitrusshaus“ an, wo Jugendliche sozialpädagogische Hilfe bekommen können. Ob Tag oder Nacht, zu jeder Uhrzeit können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren hier aufgenommen werden, und das 365 Tage im Jahr.
Im „Péitrusshaus“ arbeiten Hilfserzieher, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Psychologen. Vor allem die psychosoziale Versorgung in einer Krisensituation ist das Ziel des „Péitrusshaus“. Dem erbgroßherzoglichen Paar wurden alle Mitarbeiter vorgestellt und die Arbeit im „Péitrusshaus“ wurde ihnen erklärt. Sowohl Guillaume als auch seine Gattin zeigten großes Interesse.
Cent-Buttek
Der Rundgang ging weiter zum „Cent-Buttek“ in Beggen. Gegen 15.00 Uhr traf das Paar hier ein. Sowohl Guillaume als auch seine Gattin waren beeindruckt von der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer.
Im „Cent-Buttek“ in Beggen, der seit August 2010 seine Türen geöffnet hat, können sozial Schwache für wenig Geld Lebensmittel kaufen.
Die Berechtigung zum Einkauf im „Cent-Buttek“ erteilt das zuständige Sozialamt. Die Kunden können dann zu einem symbolischen Preis von zwei Euro Lebensmittel kaufen, die normale Supermärkte nicht mehr in ihre Regale stellen. Meistens sind dies Produkte, die nahe am Verfallsdatum sind, deren Qualität aber noch immer hervorragend ist. Die Verantwortlichen des „Cent-Buttek“ wollen zudem mithelfen, dass noch verwertbare Lebensmittel nicht unnütz vernichtet werden. Sie werden hierbei von den verschiedenen Supermärkten, Bäckereien und anderen Händlern unterstützt. Adely Thill-Gross, die Verantwortliche für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, erklärte dem erbgroßherzoglichen Paar, worin ihre Arbeit besteht.
Anschließend stand für Guillaume und Stéphanie ein Empfang im hauptstädtischen Theater an. Hier betonte Erbgroßherzog Guillaume in seiner Rede, dass Solidarität einer der Grundwerte in unserer Gesellschaft sei. Gegen 16.00 Uhr dann begab sich das Paar noch zum Weihnachtsmarkt bei der „Gëlle Fra“. Während einer halben Stunde konnte das Paar die einzelnen Stände auf dem Weihnachtsmarkt begutachten und miteinander einen Glühwein genießen.
(Philippe Hammelmann / Tageblatt.lu)
Zu Demaart


















Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können