Freitag30. Januar 2026

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Erstmals Einblick in das kosmische Materienetz

Erstmals Einblick in das kosmische Materienetz

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Der Quasar UM287 beleuchtet eine Struktur mit zwei Millionen Lichtjahren Ausdehnung.

Die Struktur des Weltalls nimmt für die Himmelsforscher durch eine neue Studie klarere Konturen an: Beobachtungen im Umfeld des Quasars UM287 ergeben einen neuartigen Einblick in das kosmische Materienetz, wie das Wissenschaftsmagazin «Nature» in seiner jüngsten Ausgabe berichtet.

Vom Quasar UM287 werde ein Teil des kosmischen Materienetzes wie mit einem Kamerablitz beleuchtet, erläutern die Forscher von der University of California. Mit Hilfe des Keck-Observatoriums auf Hawaii konnten Daten von einem kosmischen Nebel aufgenommen werden, der einen Durchmesser von zwei Millionen Lichtjahren hat.

Die Forschung geht seit längerem davon aus, dass im Weltall ein übergreifendes Materienetz besteht, das nach dem Urknall Gestalt annahm. Einzelne Galaxien sollen sich gleichermaßen an den Knotenpunkten dieses Netzes herausgebildet haben. «Hier ist es erstmals gelungen, Bilder vom kosmischen Netzwerk einzufangen, die seine filamentartige Struktur zeigen», sagte der Astronom Fabrizio Arrigoni Battaia. Das Netzwerk im All soll aus Gasen bestehen, die zum Teil bei der Bildung von Himmelskörpern angezogen werden, zum Teil aber als diffuses Materienetz im Weltraum verbleiben. Bislang konnten dieses Netzwerk nicht sichtbar gemacht, sondern nur mit Computern simuliert werden.