Der Staatssekretär für die Nachhaltige Entwicklung und ie Infrastrukturen Camille Gira reagiert auf die rezenten Forderungen des Mouvement écologique, indem er erklärt das großherzogliche Reglement über den Jagdkalender sei noch von der vorigen CSV-LSAP-Regierung ausgearbeitet worden. Der Méco hatte den Kalender scharf kritisiert. Da die Frist für etwaige Umänderungen für dieses Jahr zu kurz waren, habe man entschieden, den Jagdkalender 2014-2015 nicht abzuändern, so Gira. Die Jagd dauert in diesem Jahr vom 1. April bis zum 31. März 2015. Die in dem Text festgelegte Regeln werden aber nicht für drei Jahre, sondern nur für ein Jahr gelten, betont der Staatssekretär.
Die Jagd auf Hirsche und Rehe wird in diesem Jahr auf acht Wochen (von Mitte Oktober bis Mitte Dezember) begrenzt. Der Staatssekretär erklärt weiter, dass die Jagd auf den männlichen Hirsch vereinfacht wurde, da die Selektionskriterien über das Geweih wegfallen. Die Umweltorganisation begrüsst diese Entscheidung in einer Mitteilung.
Jagdbeginn erst im August
Der Méco fordert, dass der Jagdbeginn erst im August erfolgen sollte. Die beabsichtigte Öffnung der Jagd ab Mai auf den Rehbock stelle ein Zugeständnis an die Trophäenjäger dar, bedauern die Tierschützer. Der Mouvement écologique fordert weiter, die Jagd auf Fasan, Wildente, Ringeltaube, Hase und Wildkaninchen auf die Zeit der Treibjagden zu beschränken.
Am Donnerstag wird Camille Gira am der Sitzung des «Conseil Supérieur de la Chasse» teilnehmen. Auf der Tagesordnung steht dann der Jagdkalender für die kommenden drei Jahre. Es gehe darum den Tierschutz zu verstärken und eine reibungslose Jagd zur Regulierung der Bestände zu gewährleisten, so Gira. Vorgesehen ist unter anderem die Einführung einer «Schonzeit» für das Wild sowie eine zeitweise komplette Schließung der Jagd. Der «Conseil Supérieur de la Chasse» setzt sich aus Vertretern der Umweltverbäunde, der Grundstücksbesitzer, der Landwirte, der Jäger sowie der Förster zusammen.
Zu Demaart
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